Thermische Abfallverwertung hat keinen negativen Einfluss auf die Abfallvermeidung oder Recycling. Ihre Aufgabe ist primär, die nicht vermiedenen Abfälle schadlos und ordnungsgemäß zu entsorgen. Abfallverbrennung leistet also Entsorgungs-sicherheit, die in einer an Material- und Ressourceneffizienz orientierten Kreislaufwirtschaft erforderlich bleibt.

 

 

 

 

 

Thermische Abfallverwertung: Unverzichtbar für die Recycling-Gesellschaft

Abfälle enthalten nicht nur Stoffe, die schädlich für die Umwelt sein können, sondern auch einen hohen Anteil energetisch wertvoller und nachwachsender Rohstoffe, deren Nutzung ökologisch geboten ist. Mit der Abfallverbrennung als erprobtes Verfahren können diese beiden Ziele erreicht werden.

 

Was ist energetische Verwertung?

Abfälle enthalten je nach Herkunft und Zusammensetzung einen hohen nutzbaren Energieanteil. Bei Vorliegen bestimmter Eigenschaften, z.B. ausreichend hoher Heizwert, kann Abfall auch energetisch, d.h. durch Nutzung der im Abfall enthaltenen Energie in einer geeigneten Anlage, die die freigesetzte Energie auch tatsächlich nutzt, verwertet werden.

 

Restabfall verfügt über einen Heizwert, der zwischen 8.000 und 13.000 kJ/kg liegt. Das entspricht dem Heizwert von Rohbraunkohle.

Da in einer Konsumgesellschaft zwangsläufig Abfälle entstehen, ist die thermische Behandlung solcher Abfälle, die nicht anderweitig umweltverträglich verwertbar sind, auch künftig notwendig und sinnvoll. Eine wirksame Vermeidung der Abfälle ist vor allem bei der Herstellung vieler Produkte zu erzielen - mittels eines effizienteren Umgangs mit den natürlichen Ressourcen. Denn ein verringerter Materialeinsatz in der Produktion führt auch zu geringeren Abfallmengen.
Die Vermeidung von Konsumabfällen allerdings ist - nach aller Erfahrung der letzten Jahrzehnte – mittels der Abfallgesetzgebung nur bedingt möglich.

Die Behauptung, dass die Abfallverbrennung der Abfallvermeidung entgegensteht, ist aus mehreren Gründen nicht haltbar. Die folgenden Ausführungen greifen auch Aspekte der Abfallverwertung auf, da zwischen Vermeidung und (stofflicher) Verwertung der Abfälle Wechselwirkungen bestehen, die bei der Argumentation zu berücksichtigen sind.

 Die thermische Abfallbehandlung hat keinen negativen Einfluss auf die Abfallvermeidung. Ihre Aufgabe ist primär, die nicht vermiedenen und nicht verwerteten Abfälle schadlos und ordnungsgemäß zu entsorgen. Sie leistet dadurch Entsorgungssicherheit, die in einer an Material- und Ressourceneffizienz orientierten Kreislaufwirtschaft erforderlich bleibt.
Dabei gilt es, die Energie, die in den Abfällen steckt, möglichst effizient zu nutzen und die verbleibenden Rückstände – etwa Schlacke - vollständig zu verwerten. Die gesamte Information finden Sie hier.

Informationen in PDF Form zum herunterladen

Abfallverbrennung ist kein Gegner der Abfallvermeidung

Presseinformation Nr. 52/2008
Umweltbundesamt

Stellenwert der
Abfallverbrennung

 

 

Gemeinsames Kommunalunternehmen für Abfallwirtschaft Anstalt des öffentlichen Rechts der Landkreise Fürstenfeldbruck und Dachau