Durch den immer stärker werdenden Trend zur Fernwärme, entwickeln wir uns zu einem regionalen Energieversorger. Mit unserem KlimaPlus Versorgung erzeugen wir CO2-neutrale elektrische Energie sowie Fernwärme mit einem Primärenergiefaktor 0.

 

Unser Zukunftskonzept der regionalen Ver- und Endsorgung

 

Hier können Sie die das Infomaterial als PDF zur

- KlimaPlus Entsorgung
- KlimaPlus Versorung

herunterladen

Klicken Sie hier um wieder in den aktuellen Bereich zu gelangen

 

 

 

Besuchen Sie uns auf der FFB Schau in Olching

10. - 14.10.2018 - Halle N Stand 400-406

 

 


 

 Wir sind dabei! ... FFB-Schau in Olching

 

 

 

Neue Ladestation am Café Huttner in Innnig

Strom für Radler - Eine Ladesäule für Pedelecs

 

 


 

 

Die Pedelec-Ladesäule wurde ganz offiziell in Zusammenarbeit mit dem Gemeinsamen Kommunalunternehmen für Abfallwirtschaft der Landkreise Fürstenfeldbruck und Dachau und den Stadtwerken Fürstenfeldbruck in Inning am Café Huttner in Betrieb genommen

 

Die Ladestation bietet die Möglichkeit von drei abschließbaren Ladefächern, in denen sogar für einen Fahrradhelm Platz ist

 

Die Stadtwerke FFB und die GfA würden sich über Anfragen von interessierten Betreibern freuen.

 

 

 

Strom für Radler - Eine Ladesäule für Pedelecs

Wir laden Sie auf!

 

 


 

Quelle: Münchner Merkur Dachau vom 22.09.2015 - Autor: ink

 

Bergkirchen. "Wir laden sie auf" heißt das Angebot der GfA, das Kommunalunternehmen für Abfallwirtschaft der Landkreise Fürstenfeldbruck und Dachau in Olching, sowie der Stadtwerke Fürstenfeldbruck. Sie haben ein gemeinsames umweltfreundliches Projekt gestartet, um in der Region zwischen Dachauer Land und Ammersee interessierten Betreibern spezielle Pedelec-Ladesäulen anzubieten.

 

Unter den Oberbegriff "Fahrrad mit Motorunterstützung" fallen Pedelec (Pedal Elektric Cycle), das E-Bike und Elektrofahrräder, die mit klimaneutralem Strom an den Ladesäulen aufgeladen werden können. Gleichzeitig ist das Laden bis zu acht Akkus möglich. Das ermöglicht stressfreies Radeln von Dachau bis zum Ammersee, ohne die Angst, stehen zu bleiben.

 

Diese Pedelec-Ladesäule wurde nun ganz offiziell am Eingang zum Hotel Gasthof Groß in Bergkirchen aufgestellt. Sie bietet die Möglichkeit, während des Besuchs im Biergarten oder in der Gastwirtschaft eine Brotzeit mit der Ladung der Akkus zu verbinden. Die Wirtsleute Andrea und Michael Groß bieten den Service kostenlos an.

 

Die Stadtwerke FFB und die GfA würden sich über Anfragen von interessierten Betreibern freuen.

 

 

E-Mobilitätstag am 28.Mai 2017 in Mammendorf

Besuchen Sie uns von 11.00 – 16.00 Uhr

 

 


 

 

 

Landkreis senkt Abfallgebühren

Für Restmülltonnen müssen die Bürger aus DAH sechs Prozent weniger als bisher zahlen

 

 

 

SZ DAH vom 25. Oktober 2014 - Autor: Walter Gierlich

Nicht alles wird teurer: Die Müllgebühren im Landkreis Dachau sinken in den kommenden vier Jahren. Für die Restmülltonne müssen die Bürger im Zeitraum von 2015 bis 2018 sechs Prozent weniger zahlen. Zwar steigt die Gebühr für die Biotonne in dieser Zeit um 7,5 Prozent, doch bleibt am Ende auch für die Haushalte, die nicht selbst kompostieren und sich den Behälter für organische Abfälle sparen, trotzdem eine Ersparnis übrig. In einer gemeinsamen Sitzung von Umwelt- und Kreisausschuss stimmten die Kreisräte am Freitag einstimmig der Gebührenkalkulation zu, die Peter Kistler, Leiter der kommunalen Abfallwirtschaft vorgelegt hatte.

Für die erneute Senkung der Restmüllgebühren - die fünfte seit 2002 - sind vor allem die niedrigeren Verbrennungspreise in der Anlage der GfA in Geiselbullach verantwortlich, die von den Landkreisen Dachau und Fürstenfeldbruck gemeinsam betrieben wird. Hatte der Landkreis im Zeitraum 2010 bis 2014 mit knapp 200 Euro pro Tonne kalkuliert, so sank der Preis 2013 bereits auf 185 Euro je Tonne und 2014 noch einmal auf nunmehr 164 Euro. Da auch die Einnahmen dank des starken Zuzugs in den Landkreis stiegen und die Vermarktung von Altmetallen deutliche Mehreinnahmen brachte, wurde die Gebührensenkung beim Restmüll möglich. Für eine 80-Liter-Tonne sind künftig statt 120 Euro nur noch 112,80 Euro im Jahr zu zahlen, für die 120-LiterTonne 169,20 Euro (bisher 180 Euro). Die Gebühr für 240 Liter sinkt von 360 Euro auf 338,40 Euro, und bei 1100 Liter werden statt 1644 Euro nur 1545,60 Euro pro Jahr fällig. Für die Biotonne steigen die Gebühren für 80 Liter von 48 auf 51,60, für 120 Liter von 72 auf 77,40 Euro und für 240 Liter von 144 auf 154,80 Euro.

Möglicherweise kann der Landkreis im Zeitraum die Gebühren noch weiter absenken.Denn in die Kalkulation sind auch knapp drei Millionen Euro für eine mögliche Sanierung der ehemaligen Deponie Markt Indersdorf II eingeflossen. Dort in der Gemarkung wurden im Grundwasser zu hohe Schadstoffwerte gemessen. Die Regierung von Oberbayern verlangt vom Landkreis nun zusätzliche Messungen und eine Gefährdungsanalyse sowie gegebenenfalls die Sanierung der Abdeckung. Doch da der Landkreis nie Betreiber der Deponie war, will die Landkreisverwaltung gegen die Anordnung klagen. Hätte die Klage Erfolg, müsste nicht der Landkreis für die Sanierung aufkommen.

 

Den Artikel können Sie hier downloaden.

 

 

 

Fürstenfeldbrucker Energietage 2015

Regionale Nachhaltigkeit

 

 


 

Das Forum für Energie, Bauen und Nachhaltigkeit öffnete am 07./ 08. März 2015 im Veranstaltungsforum in Fürstenfeldbruck seine Türen.  Auch wir waren wieder als Aussteller mit Nachhaltigkeitsinformation zu den Themen Fernwärme, Verwertung von Abfallenergie und Strom für Pedelecs vor Ort.

Energetische Bausanierung, innovative Baulösungen und gesetzliche Rahmenbedingungen für Bauprojekte in Bayern bildeten die zentralen Themen dieser regionalen Messe. Im Fokus stand die Nachhaltigkeit, eine Entwicklung, die den Bedürfnissen der heutigen Generation entspricht, ohne die Möglichkeiten künftiger Generationen zu gefährden.

 

 

Leserbrief "Bei Energie an einem Strang ziehen"

zum Artikel "Auf dem Weg zum eigenen Stadtwerk vom 31.12.2011 im Münchner Merkur, Ausgabe Fürstenfeldbruck

 

 

 

" Die Entscheidung der Stadt Olching, eine ihrer Kernaufgaben, nämlich die Versorgung der Kommune mit Energie, in einer zentralen Einheit zusammenzufassen, ist begrüßenswert. Hierbei sollten jedoch zwei Aspekte nicht vernachlässigt werden: Mit der GfA befindet sich in Olching ein leistungsfähiges Energieerzeugungsunternehmen, das Strom und Wärme aus nicht recyclingfähigen Abfällen herstellt. Damit lassen sich Primärrohstoffe einsparen, und die Energie ist C02-neutral.

 

Selbst leistungsfähigste Blockheizkraftwerke können da nicht mithalten, weil sie mit dem endlichen Primärenergieträger Erdgas betrieben werden und die C02-Bilanz belasten. Der Betrieb mit C02-neutralem Biogas ist zwar theoretisch möglich, ob die damit einhergehende Maismonokultur jedoch dem Umweltschutz nützt, darf zumindest angezweifelt werden. Und solange im Kreis nicht genügend Bioabfälle erfasst werden, lohnt am Standort GfA auch die Erzeugung von Biogas aus diesen Stoffen nicht. Dennoch erfüllen Blockheizkraftwerke außerhalb der technischen Reichweite der GfA-gespeisten Fernwärmnetze ihren Sinn, da sie das Gas wenigstens mit akzeptablen Wirkungsgraden verstromen.

 

Die Versorgung mit elektrischem Strom und Wärme ist zudem nicht nur ein elementares Grundbedürfnis der privaten Verbraucher sowie von Wirtschaft, Handel und Industrie, sondern auch eine der Kernaufgaben der Kommune.

Langfristige Versorgungssicherheit und umweltfreundliche Erzeugung sollten hier den Maßstab des Handelns darstellen. Für die maximale Verzinsung des eingesetzten Kapitals bieten sich andere Betätigungsfelder an. Und je schneller die Energieerzeuger und die Energieversorger in der Region an einem Strang ziehen, desto eher werden sie ihrer Aufgabe gerecht: Daseinsvorsorge als Dienst am Bürger und an der Umwelt."

 

Dr. Thomas König

Vorstand der GfA

 

 

Der Wille zur Wende

Thomas König, die Forderung nach einem großen Energiekonzept und die Rolle seiner Müllverbrennung in Geiselbullach

 

 


 

Quelle: Süddeutsche Zeitung, Ausgabe Dachau vom 15. Juli 2011
Foto: (© www.joergensen.com)

Dachau/Geiselbullach - Thomas König wird auf der Podiumsdiskussion der Süddeutschen Zeitung in einer Woche in Dachau zur Energiewende fragen: "Machen Sie mit?" Er wird sich aus gutem Grund gezielt an den Vertreter der Dachauer Stadtwerke wenden: "Beteiligen Sie sich an der Idee eines gemeinsamen Energiekonzepts für die Landkreise Fürstenfeldbruck und Dachau, mit dem Ziel, den Anteil der autarken Versorgung auf ein Maximum zu steigern?"

König leitet seit knapp elf Jahren das gemeinsame Unternehmen für Abfallwirtschaft (GfA) an der Grenze der beiden Landkreise Dachau und Fürstenfeldbruck. Beide halten sämtliche Anteile an dem kommunalen Unternehmen, das ein Abfallheizkraftwerk als zentrale Aufgabe betreibt. Es erzeugt bereits Strom und liefert Fernwärme an die Nachbargemeinden Olching und Bergkirchen, bald schon bis zum Ortsteil Günding, der ganz nah an Dachau liegt. König hätte die Leitungen auch gerne dorthin gelegt. Die Stadtwerke lehnten ab. Das war eine empfindliche Niederlage.

 

Mit dem Einsatz von Biogas ließe sich die Stromproduktion massiv erhöhen.

 

Martin Runge ist Kreisrat der Grünen in Fürstenfeldbruck, war viele Jahre Mit­glied im Verwaltungsrat der GfA und ist Fraktionsvorsitzender seiner Partei im bayerischen Landtag. Auch er stellt die Frage nach der künftigen Organisations­form eines solchen Energieprogramms. Die Landkreise können seiner Ansicht nach nicht zuständig sein, weil die Energieversorgung Aufgabe der Gemeinden und Städte ist. Er will wie Klaffki die Bürger einbeziehen.

 

 Schon seit Jahren verfolgt König den Umbau seines Unternehmens zu einem regionalen Energieversorger, der nicht nur Wohnhäuser wärmt, sondern auch großen Industrieanlagen Prozesswärme für die Produktion anbietet. Deshalb hat der Vorstand ein originäres Interesse an den Chancen, welche die Energie-politik des Bundes und der Ausstieg aus der Atomkraft ihm eröffnet. Seine Vision sieht so aus: „ Alle 15 Anlagen für Müllverbrennung im Freistaat Bayern werden zu Zentren regionaler Energieversorgung. "Denn die Standorte sind schon politisch und gesellschaftlich akzeptiert." Ganz im Gegensatz zum Aufbau neuer Infra­struktur mit Solaranlagen oder auch der Windkraft. Außerdem könnten Verbren­nungsanlagen ideal ausgebaut werden.

Am Beispiel Geiselbullach: Mittels moderner Gasturbinen-Technologien ließe sich die Stromproduktion massiv erhöhen. Außerdem böte sich der Aufbau ei­ner Biogasproduktion aus Bioabfall an. Genau diese Chancen lässt König im Auf­trag der beiden Landkreise Dachau und Fürstenfeldbruck auf ihre Machbarkeit prüfen. Er betont zwar, dass dies "ergeb­nisoffen“ geschehen soll. Diese Ein­schränkung unterlegt er mit einem klei­nen Lächeln. Denn König ist sicher, dass Anlagen wie die seine gebraucht werden, um die Grundlastversorgung mit Energie zu gewährleisten; also die Verfügbarkeit gerade für die Wirtschaft.

 

 

Als Ziel dieser Kooperation peilt König ein gemeinsames Energiekonzept für beide Landkreise an. Er weiß bereits den Dachauer Kreistag sowie das Landratsamt Dachau hinter sich. Pressesprecher Gerhard Weber weist auf die einstimmig gefassten Beschlüsse des Kreistags hin, die GfA zum Energieversorger ausbauen zu wollen. Die stehen allerdings unter dem Vorbehalt eben dieser erfolgreichen Machbarkeitsstudie. Weber sagt auch, dass sich die Dachauer mit dem Kreistag in Fürstenfeldbruck darin einig sind. Für die Dachauer SPD-Sprecherin Marianne Klaffki ist diese Kooperation "der einzig mögliche Weg". Sie teilt Königs Ansicht, dass sich beide Landkreise in einer geradezu idealen Position befin­den“, weil sämtliche Unternehmen der Energieversorgung in beiden Landkrei­sen in kommunalen Besitz sind. "So muss es auch bleiben", sagt sie. Sie for­dert zusätzlich Möglichkeiten, Bürger an solchen Kooperationen zu beteiligen.

 

Martin Runge ist Kreisrat der Grünen in Fürstenfeldbruck, war viele Jahre Mit­glied im Verwaltungsrat der GfA und ist Fraktionsvorsitzender seiner Partei im bayerischen Landtag. Auch er stellt die Frage nach der künftigen Organisations­form eines solchen Energieprogramms. Die Landkreise können seiner Ansicht nach nicht zuständig sein, weil die Energieversorgung Aufgabe der Gemeinden und Städte ist. Er will wie Klaffki die Bürger einbeziehen.

 

 Mit dem Einsatz von Biogas ließe sich die Stromproduktion massiv erhöhen.

 

 

Außerdem kennt Runge die Geschich­te der GfA und deren teils waghalsige Strategien, Abnehmer für die Fernwär­me zu finden. Er erinnert an die Sasag­ Affäre, als die Politik vor etwa 25 Jahren beinahe erlaubt hätte, dass ein Alumini­umhersteIler sich direkt neben der Müll­verbrennungsanlage niederlässt, um des­sen Abwärme für die Produktion zu ver­wenden. Bürgerinitiativen verhinderten dieses finanziell lukrative Vorhaben. Runge will auch keinen weiteren Ver­kehr durch den Ort Geiselbullach füh­ren, bloß um eventuell eine Biogasanlage mit Material zu versorgen. Deshalb sagt der Grünen-Politiker: Die Nutzung muss einen Sinn machen. "Sie muss aus ökolo­gischer Sicht wünschenswert sein."

 

Darauf pocht Lothar Rausch vom Öko­institut Freiburg-Darmstadt-Berlin, ei­ner der prominentesten Beratungsorgani­sationen der Umweltpolitik in Deutsch­land. Rausch hält Fernwärme für eine der besten ökologischen Formen der Energieversorgung, vorausgesetzt, sie wird durch erneuerbare Quellen erzeugt. Also: Biogas oder Holzschnitzel, aber nicht Öl oder Kohle. Rausch befürwortet die Abwärme aus Müllverbrennung. Er bezeichnet es als unsinnig, diese Energie verpuffen zu lassen, zumal da die techni­schen Standards solcher Anlagen in Deutschland sehr hoch seien.

 

Die politische Entscheidung in den maßgeblichen Gremien hängt letztlich davon ab, ob sich die beiden größten Energieunternehmen der Region beteili­gen: die Stadtwerke in Fürstenfeldbruck und in Dachau. Und mit ihnen die übri­gen lokalen Energieunternehmen der Landkreise. Ohne Dachau wäre somit ein regionales Energiekonzept, wie es Kö­nig vorschwebt, nicht zu realisieren. Denn dazu muss unter Umständen in Gei­selbullach investiert werden. Bei Fürsten­feldbruck ist er sich sicher. Die Stadtwer­ke dort nehmen schon 100 Prozent seines Stroms ab, und sie haben sich an einem gemeinsamen Unternehmen zum Ausbau des Fernwärmenetzes beteiligt. Und Dachau? "Nichts. Die Stadtwerke inves­tieren bundesweit in Windkraft bis hin zu Kohlekraftwerken in Nordrhein-West­falen.

 

Im Mai 2010 erklärten sie auf ein for­melles Angebot von Thomas König zur Abnahme von Fernwärme offiziell, dass die Preise nicht marktfähig seien. Ein weiteres Problem ist ihrer Sicht nach die Entfernung nach Geiselbullach. Die Tras­se wäre gut acht Kilometer lang, auf die­ser Strecke entstünden erhebliche Wär­meverluste von etwa einem Viertel bis ei­nem Drittel der zu erwartenden Wärme­abgabe. Interessanterweise lässt sich der gesamte Flughafen München seine Ener­gie vom 13 Kilometer entfernten Biomas­sekraftwerk in Zolling anliefern.

 

 Vor allem aber hat sich die Energiepoli­tik komplett geändert. Die Abkehr von der Atomkraft ist nach Einschätzung von Experten nur möglich, wenn viele de­zentrale Versorgungseinheiten entste­hen. Für König und die Politik in Dachau wie auch Fürstenfeldbruck geht es schon längst nicht mehr darum, ob ein Unter­nehmen für sich allein einen lukrativen Einzelweg findet, sondern um die gemein­same Zukunft hin zur Energiewende.

Deshalb haben die Naturschützer bei­der Landkreise kürzlich eine Allianz für eine gemeinsame Energiepolitik der Kommunen gebildet. Ihre Kernforde­rung lautet: Die Stadt Dachau muss sich an das Fernwärmenetz der GfA anschlie­ßen. Deshalb beraten die Grünen im Kreistag darüber, ob sie nicht einen An­trag einbringen sollen, der die Debatte um die Dachauer Stadtwerke neu auf­rollt. Fraktionsvorsitzende Marese Hoff­mann sagt: "Ich will erreichen, dass die Stadtwerke vom Landkreis offiziell auf­gefordert werden, sich an der GfA und an einem gemeinsamen Energiekonzept zu beteiligen."

 

Grüne fordern gemeinsames Energiekonzept für GfA und Stadtwerken Dachau.

 

Aus der Sicht eines maßgeblichen Da­chauer Politikers würde diese Diskussi­on im Dachauer Kreistag sicher sehr spannend. Oberbürgermeister Peter Bür­gel (CSU) ist für die Stadtwerke verant­wortlich und vertritt gleichzeitig den Landkreis im Verwaltungsrat des kom­munalen Unternehmens in Geiselbul­lach. Vergangenes Jahr hatte er seine Stadtwerke in der Ablehnung der GfA­ Offerte gestützt.

 

 

 

 

 

Sein Fraktionsvorsitzender im Kreis­tag, Wolfgang Offenbeck, ist ein Experte in Sachen Fernwärme. Denn seine Ge­meinde Karlsfeld darf als Vorreiter gelten. Offenbeck sagt: "Es ist extrem unbe­friedigend, wenn die Wärme in Geiselbul­lach zum großen Teil ungenutzt ver­pufft." Aber er weist auf einen grundle­genden Fehler in der Energiepolitik Bay­erns hin. Die fördert alles, nur nicht den Ausbau der Leitungen für Fernwärme­netze. Deshalb sagt Offenbeck auch: "Die politische Forderung der Zeit ist die staatliche Unterstützung der Fern-und Nahwärme."

 

 Am Freitag, 22. Juli, auf der SZ-Podi­umsdiskussion in Dachau fragt Thomas König: "Machen Sie mit?" Anders ge­fragt: Wie steht es um den gemeinsamen politischen Willen bis hinauf zur bayeri­schen Staatsregierung?

 

Sämtliche Beiträge zur Serie über die Chancen für eine Energiewende im Land­kreis Dachau lesen Sie im Internet unter www.sueddeutsche.de/Dachau.

SZ-Forum zur Energiewende

Ökostrom finden alle gut. Die Energie­wende kommt, aber ihre Umsetzung im Landkreis Dachau wirft viele Fragen auf. Deshalb veranstaltet die SZ Dachau ein Forum vor Ort: .Böse Kernkraft, gute Windkraft - schaffen wir die Energiewen­de?". Experten und Publikum diskutie­ren am Freitag, 22. Juli, im Ludwig-Tho­ma-Haus, Augsburgerstraße 23, in der Dachauer Altstadt über den Weg in eine umweltfreundliche Zukunft. Auf dem Po­dium sitzen: der Haimhausener Bürger­meister Peter Felbermeier (CSU), Gerald Nübel, technischer Leiter der Stadtwer­ke Dachau, und Thomas König, Vorstand der GfA, Gemeinsames Unternehmen für Abfallwirtschaft der Landkreis Fürsten­feldbruck und Dachau. Zusammen mit Herbert Barthel, Leiter des Energierefe­rats des Bundes Naturschutz in Bayern, und Wolfgang Schöllkopf, Leiter der Ab­teilung Technik für Energiesysteme und Erneuerbare Energien beim Bayerischen Zentrum für Angewandte Energiefor­schung, gehen sie der Frage nach, welche Rolle Dachauer Kommunen, Energie­versorgungsunternehmen sowie Bürger und Verbraucher für eine gelungene Ener­giewende spielen.

 

Die Veranstaltung be­ginnt um 20 Uhr.

 

Den Artikel können Sie hier downloaden.

 

 

 

Gemüseanbau mit Müll-Wärme

Alles auf Rot

 

 


 

von Gerhard Eisenkolb - SZ vom 17.08.2011

Aus der Olchinger Müllverbrennungsanlage verpufft jedes Jahr Energie mit einem Heizwert von 19 Millionen Liter Öl. Ein Gemüsebauer will sich das nun zu Nutze machen - und plant neben den Müllöfen den Bau von Bayerns größtem Gewächshaus.

 

Es wäre die größte Anlage von Gewächshäusern und es wäre mit Sicherheit die ungewöhnlichste: Direkt neben der Müllverbrennungsanlage der Landkreise Fürstenfeldbruck und Dachau sollen in Olching auf einer Fläche von 11 bis 20 Hektar Glashäuser entstehen, die mit der Abwärme der MVA beheizt werden sollen. Jährlich verpufft dort Energie mit einem Heizwert von rund 19 Millionen Litern Öl in die Atmosphäre. Zudem soll das Kohlendioxid aus dem Abgas der Öfen für den Anbau von Tomaten genutzt werden.

Jeder Deutsche isst im Schnitt 23,5 Kilo Tomaten im Jahr - doch nur ein Bruchteil der Früchte kommt aus heimischen Anbau (im Bild: Tomaten in einem Gewächshaus auf der Insel Reichenau). Diese Marktlücke will jetzt ein Landwirt aus Schwabhausen nutzen ((© dapd).

 Gemüsebauer Franz Pastari aus Schwabhausen hat die Pläne entwickelt und eine entsprechende Bauvoranfrage im Olchinger Rathaus eingereicht. Betreiben will er die Anlage mit einem holländischen Partner. Niederländer sind führend beim Bau und Betrieb von Gewächshäusern. Sie experimentieren auch mit der Gewinnung von Kohlendioxid aus den Abgasen von Müllverbrennungsanlagen.

 Der Anreiz, heimische Tomaten unter Glas zu produzieren und regional zu vermarkten, sei groß, sagt Theo Däxl, Gemüsereferent beim Bayerischen Bauernverband (BBV). Jeder Deutsche verzehrt pro Jahr im Durchschnitt 23,5 Kilogramm Tomaten. Andererseits ist die Versorgung mit inländischen Produkten niedrig. 2005 stammten laut BBV gerade mal 7,5 Prozent der Tomaten aus heimische Produktion.

 

2009 wurde in Bayern auf 284 Hektar Gemüse unter Glas angebaut. Für Tomatenkulturen standen vor zwei Jahren in Deutschland unter Glas insgesamt 316 Hektar zur Verfügung. Seit einiger Zeit möchte der Bauernverband Landwirte dazu bewegen, die Abwärme von Biogasanlagen zum Heizen von Gewächshäusern zu nutzen. Der Erfolg war bislang mäßig: Kaum ein Landwirt investiere in diese Nische, sagt Gemüsereferent Däxl.

Genau hier setzt Gemüsebauer Pastari an. Seine Tomaten aus Olching will er als regionales Produkt über eine Supermarktkette in einem Umkreis von hundert Kilometern in der gesamten Region München vermarkten. Da der Schwabhausener schon auf 60 Hektar im Freien und in einem Gewächshaus Gemüse produziert, habe er genügend Kontakte zu Abnehmern, sagt er. Da die Früchte nicht tagelang durch Europa kutschiert werden müssten, könnten sie reifer geerntet werden und hätten damit einen besseren Geschmack, glaubt BBV-Gemüsereferent Däxl.

 

Allein: Ob der Olchinger Stadtrat dem Projekt zustimmt. Bürgermeister Andreas Magg lehnt die "Tomantengroßfabrik" zwischen Stuttgarter Autobahn, Amper, Klärwerk und Müllöfen ab. Das Bauvorhaben widerspreche dem Bebauungsplan und dem restriktiven Umgang mit dem landschaftlich geschützten Moos. Zudem bringe der Gemüseanbau unerwünschten Verkehr. Die Aussicht auf zusätzliche Gewerbesteuereinnahmen und 60 bis 70 neue Arbeitsplätze stimmen Bürgermeister Magg jedenfalls nicht um.

Pastari wiederum behauptet, nicht auf die Stadt angewiesen zu sein, weil es sich um ein privilegiertes landwirtschaftliches Vorhaben handle. Magg wiederum spricht von einem ganz normalen Gewerbebetrieb. Sollte der Gemüsebauer nicht in Olching landen, könnte er versuchen, einige hundert Meter weiter im Landkreis Dachau auf Bergkirchener Flur bauen. Vorgespräche dazu soll es schon gegeben haben.

Würde der Tomatenanbau in Bergkirchen genehmigt, hätten die Olchinger das Nachsehen. Sie müssten zusätzlich zu den Müllfahrzeugen auch die Tomatentransporte ertragen.

 

Hier können Sie den Artikel downloaden:

http://www.sueddeutsche.de/muenchen/fuerstenfeldbruck/gemueseanbau-mitmuell-waerme-alles-auf-rot-1.1131968

 

 

 

Fernwärme ohne Förderung

Ministerium will Müllheizkraftwerke nicht unterstützen

 

 


 

Süddeutsche Zeitung vom 17./18.09.2011 / we/baz

Geiselbullach - Das bayerische Wirtschaftsministerium hat Wünschen, wonach der Ausbau von Fernwärmenetzen finanziell gefördert werden sollte, eine Ab-sage erteilt. In einer offiziellen Stellungnahme heißt es, dass Müllheizkraftwerke aufgrund der technisch bedingten, niedrigen elektrischen Wirkungs-grade die Fördervoraussetzungen nach den Richtlinien der EU nicht erfüllten: "Für Fernwärmenetze, die nur die Abwärme nutzen, ist keine Förderung möglich."

 

Auf entsprechende Zuschüsse hatte das von den Landkreisen Fürstenfeldbruck und Dachau geführte Gemeinsame Kommunalunternehmen für Abfallwirtschaft (GfA) in Geiselbullach gehofft, das eine Müllverbrennungs-anIage betreibt. Die beiden CSU-Landtagsabgeordneten Bernhard Seidenath (Dachau) und Reinhold Bocklet aus Gröbenzell hatten kürzlich einen gemein-samen Vorstoß unternommen und sich bei Bayerns Umweltminister Markus Söder für eine staatliche Förderung von Fernwärmenetzen stark gemacht. Nach Auskunft des Umweltministeriums ist für staatliche Zuschüsse in diesem Bereich aber allein das bayerische Wirtschaftsministerium zuständig.

 

 

Nach Ansicht Bocklets stehen die 15 bayerischen Müllverbrennungsanlagen zu wenig im Blickfeld, wenn es um Möglichkeiten einer besseren Ausnutzung nicht-fossiler und nicht-nuklearer Energiequellen geht. In Geiselbullach blieben 85 Prozent der produzierten Wärme ungenutzt. Deren Verwertung aber scheitere häufig an den hohen Investitionskosten für Fernwärmeleitungen.

Hier können Sie den Artikel downloaden.

 

 

 

 

Energiekommission des Landtags besucht GfA Geiselbullach

Pressemitteilung des Bayer. Landtagsabgeordneten Bernhard Seidenath vom 06.04.2012

 

 


 

Auf Einladung der beiden Stimmkreisabgeordneten aus Fürstenfeldbruck und Dachau, Erster Landtags-Vizepräsident
Reinhold Bocklet und Bernhard Seidenath, besuchten in der vergangenen Woche Mitglieder der neuen Energiekommission
des Bayerischen Landtags die Müllverbrennungsanlage in Geiselbullach.

 

Dr. Thomas König, Vorstand des gemeinsamen Kommunalunternehmens für Abfallwirtschaft der Landkreise Fürstenfeldbruck
und Dachau (GfA), konnte neben Bocklet und Seidenath die CSU-Abgeordneten Tobias Reiß aus Tirschenreuth und
Markus Blume aus München-Ramersdorf begrüßen. Auch war Bergkirchens Bürgermeister Simon Landmann gekommen.
Als Vorsitzender der Kommission zur parlamentarischen Begleitung der Energiewende in Bayern, kurz: Energiekommission,
beschrieb Tobias Reiß zu Beginn kurz die Aufgaben des am 29. September 2011 im Bayerischen Landtag neu gebildeten
und aus
insgesamt neun Abgeordneten aller Fraktionen bestehenden Gremiums: „Wir wollen die Energiewende in Bayern inhaltlich-konzeptionell begleiten und Impulse für die politische Debatte geben. In der Kommission bündeln wir den energiepolitischen Sachverstand des
Parlaments.“ Markus Blume fügte hinzu: „Unsere Mission ist es, einen nennenswerten Beitrag dazu zu
leisten, dass Bayern in den nächsten zehn bis 15 Jahren weltweit die effizienteste und nachhaltigste Energieversorgung erhält.“

 

Aus diesem Grund hatten Bocklet und Seidenath ihre beiden Kollegen auch nach Geiselbullach eingeladen: „Hier lassen
sich die spezifischen Herausforderungen der Energiewende in Bayern sehr gut darstellen, nämlich des Absatzes von Wärme,
die ohnehin anfällt und ansonsten nutzlos verpuffen würde, sowie der rechtlichen Hürden einer Ergänzung um ein eventuelles
weiteres Kraftwerk“, erklärten Seidenath und Bocklet. Großes Lob gebühre hier Bürgermeister Landmann, der nicht nur das
Gewerbegebiet GADA 8 mit Wärme aus Geiselbullach versorgen ließ und das Gebiet so zum emissionsfreien Gewerbegebiet
ausgestaltet hat, sondern nun auch mit Günding und Feldgeding weitere Ortsteile der Gemeinde Bergkirchen an das Fernwärmenetz
anschließen lässt. Trotz dieser Anstrengungen verpuffen jedoch weiterhin mehr als 200.000 Megawattstunden pro Jahr, also rund
85 Prozent der in Geiselbullach anfallenden  Wärmeenergie, ungenutzt, wie Dr. König berichtete. „Dies können wir uns künftig nicht
mehr leisten, um unsere Klimaschutzziele einzuhalten“, betonten die Teilnehmer unisono. Seidenath und Landmann wiederholten
deshalb ihre Forderung nach einem staatlichen Zuschuss zum Bau von Fernwärmeleitungen.

 

Eine Neuordnung der Kompetenzen auf dem Gebiet der Energieversorgung zwischen Landkreisen und Gemeinden brachte
Reinhold Bocklet ins Gespräch: „Für die Abfallentsorgung sind aktuell die Landkreise zuständig, für die Energiegewinnung
dagegen die Kommunen. Dies macht die Abstimmung nicht immer einfach.“ Seidenath und Bocklet wiesen darauf hin,
dass der Standort Geiselbullach in der Bevölkerung akzeptiert sei und sich grundsätzlich auch für ein mögliches neu zu
errichtendes Gaskraftwerk anbieten würde: „Nach der aktuellen Kompetenzverteilung könnte dies aber nicht von der GfA,
sondern müsste von den Gemeinden bzw. deren Kommunalunternehmen errichtet werden.“

 

Am Ende waren sich alle Teilnehmer einig, dass die insgesamt 17 Standorte der Müllverbrennungsanlagen in Bayern
eine deutlich größere Rolle bei der Umsetzung der Energiewende in Bayern spielen müssten als bislang vorgesehen.

 

 

Wir waren dabei - FFB-Schau Olching

10.-14. Oktober 2012

 

 


 

Auf der zum zweiten Male auf dem Olchinger Volksfestplatz in der Toni-März-Strassen stattgefundenden FFB-Schau Olching mit elf Hallen, 250 Ausstellern und 34.0000 Besuchern präsentierte die GfA vom 10.-14. Oktober 2012 unter dem Schwerpunkt Entsorgen - Versorgen ihre Dienstleistungen. Am Eingang der Landkreishalle N fanden Sie uns auf Stand 400 - 405.

 

Es gab die Gelegenheit sich darüber zu informieren wie Hausmüll und Gewerbemüll effizieent und sicher entsorgt wird, wie die umliegende Region mit erneuerbaren Energien aus Fernwärme- und Prozessenergie versorgt wird oder wie auch Sie einen Beitrag zur Nutzung erneuerarer einheimischer Energiequellen leisten können.

 

Wir sagen Danke für Ihren Besuch und stehen Ihnen gerne für Fragen zur Seite. Kontaktieren Sie uns unter 08241 - 28670 oder besuchen Sie uns im Rahmen einer Führung.

 

 

Mitglied des Umweltcluster Bayern

 

 


 

Seit kurzem ist die GfA aktives Mitglied des Umweltcluster Bayern, der das Netzwerk der bayerischen Umweltwirtschaft und Wissenschaften ist.

 

Die Arbeit des Netzwerkes zielt auf die Stärkung und den Ausbau der Umwelttechnologie Bayern durch Vernetzung, Information und Verstärkung der Kooperation.

 

Der Umweltcluster bündelt die bayerischen Kompetenzen in den Bereichen
- Trinkwasser- und Abwasseraufbereitung
- Abfall & Recycling
- Alternative Energiegewinnung - insbesondere Energie aus Abfällen und Biomasse
- Luftreinhaltung
- Ressourceneffizenz & Stoffstrommanagement.

Vernetzt sein stärkt - so das Motto des Umweltcluster Bayern. 

 

 

Teilnehmer des Umweltpakt Bayern

Nachhaltiges Wachstum mit Umwelt- und Klimaschutz durch das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Gesundheit

 

 


 

Der Umweltpakt Bayern ist eine Vereinbarung zischen der Bayerischen Staatsregierung und der bayerischen Wirtschaft mit Zusagen über Leistungen und Hilfen beim betrieblichen Umweltschutz. Die Partner erklären im Umweltpakt ihre nachdrückliche Überzeugung, dass die natürlichen Lebensgrundlagen mit Hilfe einer freiwilligen und zuverlässigen Kooperation von Staat und Wirtschaft besser geschützt werden können als nur mit Gesetzen und Verordnungen.

 

Vor diesem Hintergrund wurde 2010 der neue "Umweltpakt Bayern" unterzeichnet und seit April 2013 ist auch die GfA Teilnehmer.

 

Schwerpunkte - Partner - Vorteile - mehr dazu unter www.umweltpakt.bayern.de

 

 

"Böse Kernkraft, gute Windkraft - schaffen wir die Energiewende?"

SZ Forum in Dachau am 22.07.2011 im Ludwig-Thoma-Haus

 

 


 

Böse Kernkraft - gute Windenergie? Auf dem SZ-Podium im Ludwig-Thoma-Haus diskutieren Wolfgang Schölkopf, Gerald Nübel, Thomas König, Peter Felbermeier und Herbert Barthel, es moderiert der stellvertretende SZ-Ressortleiter Christian Mayer (von links). www.joergensen.com)

von Robert Stocker - Süddt. Zeitung Dachau vom 25.07.2011

 

Auf Einladung der Süddeutschen Zeitung diskutierten fünf Experten über die Zukunft der Energieversorgung. Sie sind sich einig: Der Umstieg auf erneuerbare Energien kann nur gelingen, wenn jeder seinen Beitrag leistet.

Der Atomausstieg bis zum Jahr 2022 ist beschlossene Sache. Doch wie soll die Energieversorgung ohne Kernkraftwerke funktionieren? Klettern die Strompreise dann exorbitant in die Höhe? Die Bundesregierung will den Ausbau der regenerativen Energien forcieren und fördert den Bau von Photovoltaikanlagen, Windrädern oder Wasserkraftwerken. Die Energiewende ist in aller Munde. Wie lässt sie sich ganz konkret im Landkreis Dachau verwirklichen? Fünf Experten haben sich in einer Podiumsdiskussion der Süddeutschen Zeitung am Freitagabend im Ludwig-Thoma-Haus diesen Fragen gestellt.

Rund 120 Besucher kamen zu der Veranstaltung mit dem Titel "Böse Kernkraft, gute Windkraft - schaffen wir die Energiewende?" ins Ludwig-Thoma-Haus. Christian Mayer, stellvertretender Leiter des Ressorts München-Region-Bayern, stellte zunächst die Diskutanten und ihre Positionen vor. Herbert Barthel, Leiter des Energiereferats des Bundes Naturschutz in Bayern, fordert einen schnellstmöglichen Atomausstieg, Energieeinsparungen und lokale Energieberater. Für die Energiewende setzt er verstärkt auf die Windkraft.

Der Atomausstieg bedingt den Ausbau der erneuerbaren Energien, lautet das Credo von Haimhausens Bürgermeister Peter Felbermeier (CSU), dessen Gemeinde die Bedeutung regenerativer Energien schon früh erkannt hat. Thomas König, Vorstand der Gesellschaft für Abfallwirtschaft (GfA) in Geiselbullach, will die Müllverbrennungsanlage zu einem umfassenden Energieversorger weiter entwickeln. Dazu setzt er auf den Ausbau des Fernwärmenetzes und sucht Kooperationspartner.

Die Stadtwerke Dachau wollen ihren Anteil an regenerativer Energieerzeugung erhöhen, sagt Gerald Nübel, technischer Leiter der Stadtwerke Dachau. Auch Windkraftanlagen und Gaskraftwerke seien für die Stadtwerke eine Option. Wolfgang Schölkopf, Leiter der Abteilung Erneuerbare Energien beim Bayerischen Zentrum für Energieforschung, ist ein Pionier in der Erforschung regenerativer Energien. Er wünscht sich einen Energiemix auf lokaler Ebene.

Schölkopf plädierte in der Diskussion dafür, die Energie aus regionalen und überregionalen Quellen zu beziehen. "Wir brauchen auch den Strom aus den Wüsten Afrikas", sagte er. Die Gemeinde Haimhausen, unterstrich Bürgermeister Felbermeier, sei mit drei kommunalen Wasserkraftwerken und zwei großen Freiflächen-Photovoltaikanlagen "theoretisch autark". Bei den Windkraftanlagen müssten die Kommunen jedoch steuernd eingreifen, um einen Wildwuchs der Anlagen zu verhindern.

Für Gerald Nübel geht die Wende hin zur dezentralen Energieerzeugung, "da sind wir als Stadtwerke gefordert", sagte er. GfA-Vorstand König plädierte dafür, die Abfallentsorgung mit der Erzeugung von Energie zu verzahnen. "Die Energiegewinnung durch Abfall schont Ressourcen", betonte er.

Hier können Sie den Artikel herunterladen.

 

 

 

Fürstenfelder Energietage - am 16./17.März.2013

Wir waren dabei

 

 


 

Am 16./17.März 2013 öffneten die Fürstenfelder Energietage ihr Tore im Veranstaltungsforum Fürstenfeld in Fürstenfeldbruck.

 

An beiden Ausstellungstagen präsentierten ausgewählte Hersteller und Dienstleister innovative Ideen aus den Bereichen alternative Energiegewinnung, Energiesparen und umweltfreundliche Bau- und Wohntechnik.

 

Im Erdgeschoss der Tenne am Stand EG 04 und informierten Sie sich darüber wie Haus- und Gewerbemüll effizient und sicher entsorgt wird, wie die umliegende Region von Olching mit erneuerbarer Energien aus Fernwärme und Prozessenergie versorgt wird oder wie man einen Beitrag zur Nutzung erneuerbarer einheimischer Energiequellen leisten kann.

 

 

Energiepreis für Bergkirchen

Landratsamt Dachau verleiht Gemeinde Bergkirchen für das Fernwärmeprojekt den Energiepreis 2012

 

 


 

Quelle: Mitteilungen aus der Gemeinde Bergkirchen Nr. 49 vom 27.02.2013

 

Der Umweltausschuss des Kreistages des Landkreises Dachau hat am 15. Januar 2013 den Energiepreis 2012 für das Fernwärmeprojekt verliehen. Das Fernwärmekonzept der Gemeinde Karlsfeld erhielt ebenfalls diesen Preis. Das Preisgeld von 3.000,00 Euro wird daher geteilt.

Begründet wurde die Verleihung damit, dass beide Projekte sich durch die Schaffung autarker Energieversorgungs-systeme im Gemeindebereich auszeichnen. Durch das Fernwärmeprojekt des EWG Kommunalunter-nehmens werden nicht nur Privathaushalte und Gewerbebetriebe, sondern auch die Schule, Turnhalle und künftig auch das Rathaus und das kirchliche Zentrum autark mit Energie beliefert. Derzeit werden bereits jährlich rd. 175.000 Liter Heizöl eingespart. Dies bedeutet eine CO2-Einsparung von jährlich 420 Tonnen.

 

Landrat Hansjörg Christmann lobte das innovative Projekt als klug, vernünftig und zukunftsweisend. Die Verleihung des Energiepreises stellt ein Zeichen der Wertschätzung für gute Gemeindearbeit dar.

 

Hier können Sie den Auszug der Mitteilung der Gemeinde Bergkirchen Nr. 49 downloaden.  

 

 

 

40 neue Arbeitsplätze

Im Bergkirchner Gewerbepark eröffnet wieder ein Betrieb, der Fernwärme aus der Müllverbrennungsanlage bezieht.

 

 

 

Quelle: Süddeutsche Zeitung, Ausgabe Dachau vom 19.10.2012

 

Viele Betriebe entdecken gerade erst die Chancen des Internet. Genau den umgekehrten Weg beschreitet der Berufsbekleidungs-Spezialist Engelbert Strauss. Das mittelständische Unternehmen mit Sitz im hessischen Biebergetgemünd setzt neben den bewährten Vertriebskanälen Katalog und Online jetzt neu auch auf klassische Ladengeschäfte. Seinen dritten "Workwearestore" hat Engelbert Struass am Mittwoch mit einem offiziellen Einweihungsfest im Bergkirchner Gewerbegebiet Gada eröffnet. "Wir wollen für unsere Kunden in der kaufkräftigen Region München greifbar sein" sagt Junio-Chef Steffen Strauss. Das neue Geschäft ist ein weiterer Baustein im vielfältigen Branchenmix des Gewerbegebiets, das zu 90 Prozent schon belegt ist, wie Bürgermeister Simon Landmann (CSU) am Rand der Eröffnung erklärte.

 

Leuchtend rote Kehrschaufeln umd Mörtelquirle hängen als auffällige Lichtobjekte von der Decke, wer Arbeitsschuhe anprobieren möchte, sitzt auf rohen Holzpaletten, die allerdings bequem gepolstert sind. Auf den ersten Blick wird deutlich, dass sich die Familie Struass für ihren, mit einer Verkaufsfläche von 2000 qm größten Laden einiges hat einfallen lassen. "Ein neues Selbstverständnis des Handwerks" möchte die Firma mit diesem kreativen Auftritt zum Ausdruck bringen, erklärt Junior-Chef Steffen Strauss. Geleitet wird das 1948 vom namensgebenden Engelbert Struss gegründete Unternehmen nach wie vor von der Familie. Die Firma beschäftigt am Stammsitz, in acht europäischen Tochtergesellschaften und den jetzt drei Verkaufsfilialen 886 Mitarbeiter.

 

Für funktionelle Berufs- und Arbeitschutzkleidung, die Engelbert Strauss für die unterschiedlichsten Sparten des Handwerks entwickelt und als Eigenmarke vertreibt, ist das Unternehmen in Fachkreisen bekannt. Im Sortiment finden sich Spezialprodukte wie Schuhe mit Autoreifen-Sohle, die Dackdeckern in luftiger Höhe soliden Halt geben, 103 unterschiedliche Versionen von Arbeitshandschuhe oder traditionelle Produkte wie Zunftshosen aus Cordstoff.

Im Gewerbegebiet GADA bilde der neue Verkausstandort Engelbert Strauss ein "besonderes Highlight" sagt Bürgermeister Landmann bei der Eröffnung. Das in nur fünf Monaten errichtet Begäude "sieht nicht nur gut aus, sondern entpricht auch modernsten ökologischen Gesichtspunkten". Wie alle Betrieb in GADA bezieht Engelbert Strauss Fernwärme. "Das ist gut für die Umwelt", so Landmann. Weil das Unternehmen die Filiale in Bergkirchen als zusätzlichen Standort eröffnet, "entstehen 40 wirklich neue Arbeitsplätze", lobt der Bürgermeister. Vielleicht werden es ein paar mehr: "Wir suchen noch Mitarbeiter für Verkauf und Storeleitung" so Steffen Strauss.

Hier können Sie den Artikel downloaden.

 

 

Landtagspräsidium setzt Regionalbesuche fort

Informationsreise führt ins nördliche Oberbayern

 

 

 

München. Das Präsidium des Bayerischen Landtags setzt seine Besuche in der Region fort.

 

Am Montag, 18. Juni 2012, findet eine ganztägige Informationsreise ins nördliche Oberbayern statt.

 

Das Gremium unter der Leitung von Landtagspräsidentin Barbara Stamm will sich auf dieser Tour selbst ein Bild von der aktuellen Situation in der Region zwischen Eichstätt und München machen. Die Stationen liegen in den Landkreisen Dachau, Fürstenfeldbruck, Neuburg-Schrobenhausen und Pfaffenhofen an der Ilm. Besichtigt werden Vorzeigeprojekte im Bereich nachhaltiger Energieformen und Energienutzung sowie soziale Einrichtungen. Im Amtsgericht Dachau informieren sich die Präsidiumsmitglieder über die zusätzlichen Sicherheitsmaßnahmen, die nach den tödlichen Schüssen auf einen Staatsanwalt im Januar 2012 angeordnet wurden. „Die Bürger und Bürgerinnen sollen spüren, dass wir ihre Sorgen und Anliegen ernst nehmen“, beschreibt Landtagspräsidentin Barbara Stamm das Anliegen dieser Reise unter dem Motto: „Die Volksvertretung kommt zum Volk.“

 

Das Programm beginnt am 18. Juni 2012 um 9.30 Uhr im Kloster Scheyern. Dort werden das Biomasse-Heizkraftwerk und die klostereigene Brauerei besichtigt, die nach einem eigenen Nachhaltigkeitskonzept arbeitet. Das Kraftwerk, das seit 2006 läuft und mit Hackschnitzeln betrieben wird, versorgt den gesamten Klostertrakt mit der Berufsoberschule, dem BOS-Wohnheim, der Gaststätte einschließlich Hotel, der Metzgerei, der Brauerei und der Gärtnerei mit der nötigen Wärme. Ein großer Teil des benötigten Holzes wächst im Klosterforst nach.

 

Zum Mittagessen um 11.30 Uhr in Schrobenhausen sind Kommunalpolitiker und VertreterInnen von Verbänden – zum Beispiel vom Spargelerzeugerverband - eingeladen, um den Dialog zur Nachhaltigkeit in den unterschiedlichen Bereichen fortzusetzen und Probleme auf diesem Weg vorzubringen. Um 14.45 Uhr beginnt dann der Besuch im Franziskuswerk Schönbrunn. Dort werden geistig und mehrfach behinderte Kinder, Jugendliche und Erwachsene bis ins hohe Alter betreut. Die verschiedenen Einrichtungen bieten ein differenziertes Angebot an Wohn-, Therapie-, Arbeits-, Bildungs- und Freizeitmöglichkeiten. Themen hier sind die UN-Behindertenrechtskonvention und die Konsequenzen für das Franziskuswerk Schönbrunn. Das Präsidium des Bayerischen Landtags lernt das geplante Modellprojekt inklusives Wohnen kennen, spricht mit Fachleuten über Herausforderungen und Lösungen einer inklusiven Schule und informiert sich im Werkstattbereich über das Bildungs- und Förderungskonzept des Franziskuswerkes.

 

Die nächste Station auf dieser Informationsreise ist gegen 16.45 Uhr die Müllverbrennungsanlage Geiselbullach in der Gemeinde Olching, ein Abfallwirtschaftsbetrieb des Landkreises Fürstenfeldbruck. Am Beispiel dieser Müllverbrennungsanlage sollen die spezifischen Herausforderungen der Energiewende in Bayern dargestellt werden: In Geiselbullach verpuffen derzeit noch 85 Prozent der anfallenden Wärme ungenutzt. Das sind mehr als 200 000 Megawattstunden pro Jahr. Bei dem Termin sollen unter anderem der Bau von Fernwärmeleitungen und die Forderung nach staatlichen Zuschüssen für solche Projekte erörtert werden.

 

Im Amtsgericht Dachau diskutieren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer um 18 Uhr das neue Sicherheitskonzept, das nach den tödlichen Schüssen am 11. Januar 2012 in einem Gerichtssaal auf einen Staatsanwalt erarbeitet wurde. Gesprächsteilnehmer sind Amtsgerichtsdirektor Klaus Jürgen Sonnabend und Geschäftsleiter Erich Frisch. Die Informationsreise endet um 19 Uhr mit einem Empfang im Dachauer Schloss. Landtagspräsidentin Barbara Stamm erwartet dabei rund 500 Gäste aus allen gesellschaftlichen Gruppen, vor allem viele ehrenamtlich tätige Mitbürgerinnen und Mitbürger.

 

Heidi Wolf, Pressesprecherin des Bayer. Landtag

06.06.2012

 

Hier können Sie die Presseinformation downloaden.

 

 

 

Die Zukunft der GfA

 

 

 

Quelle: Münchner Merkur DAH vom 09.05.2012

 

Die Kreistage Dachau und Fürstenfeldbruck bereiten derzeit eine gemeinsame Sitzung vor: Am 5. Juli 2012 wollen die Kommunalpolitiker im Brucker Landratsamt zusammenkommen, um über die Zukunft der Müllverbrennungsanlage in Geiselbullach (GfA) zu diskutieren.

 

Diese gehört den beiden Gebietskörperschaften gemeinsam und soll mehr und mehr zum Energieerzeuger umgebaut werden. Bislang pustet die GfA große Teile der bei der Müllverbrennung entstehenden Wärme in die Luft. Allerdings gibt es schon Ansätze zum Energieversorger. Eine Großbäckerei in Bergkirchen etwas wird von hier versorgt.

Hier können Sie den Artikel downloaden.

 

 

Die Wertstofftonne bringt keinen Fortschritt

GfA-Chef Thomas König hält wenig davon, ein neues Holsystem zu installieren - stattdessen möchte er Geiselbullach langfristig als Energiestandort stärken

 

 

 

Quelle: Süddeutsche Zeitung Ausgabe Fürstenfeldbruck vom 13.02.2012, Interview: Stefan Salger

Fürstenfeldbruck – Nachdem sich Bund und Länder in der vergangene Woche grundsätzlich auf neue Regelungen in der Abfallwirtschaft geeinigt hatten, wird es wohl auch im Landkreis Fürstenfeldbruck eine neue Wertstofftonne geben. Sie soll dazu beitragen, dass weniger wertvolle Rohstoffe im Restmüll landen. Der Landkreis will sogar schon von Mitte 2013 an ein Holsystem für Kunststoffe einführen. Die SZ sprach mit dem Vorstand des Gemeinsamen Komunalunternehmen für Abfallwirtschaft der Landkreise Fürstenfeldbruck und Dachau (GfA), Thomas König, 53, der zuvor mehrere Recyclingunternehmen geleitet hat und seit 30 Jahren in der Branche tätig ist, über das Thema.

Herr König, was haben Sie denn gegen die Wertstofftonne, die spätestens von 2015 eingeführt werden soll?

Ich bin ein uneingeschränkter Befürworter des Recyclings und der Abfallvermeidung. Ich bin jedoch der Ansicht, dass eine getrennte Sammlung nur dort sinnvoll ist, wo auch das Recycling erfolgreich ist. Wir verfügen in Bayern über ein gutes System von Wertstoffhöfen, die eine hohe Qualität der gesammelten Wertstoffe gewährleisten. eine Wertstofftonne wird immer schlechtere Qualitäten liefern. Dadurch wird das System konterkariert. Eine zusätzliche Sammlung liefert hier keinen Zusatznutzen, sondern erzeugt lediglich höhere Kosten. Zudem erfolgt damit eine schleichende Restmüllentsorgung in diffuse Kanäle, weil in der Tonne nicht nur die erwünschten Wertstoffe landen werden. Diese Mengen werden der GfA und damit der Gebührenstabilität fehlen.

Herbert Britzelmair, der Leiter des Abfallwirtschaftsbetriebs, glaubt, dass mit einer solchen Tonne sieben Kilo pro Jahr und Einwohner an Kunststoff und Metall gesammelt werden können. Sie als Chef der GfA, die überwiegend dem Landkreis Fürstenfeldbruck gehört, bezweifeln die Zahl. Warum?

Die immer wieder genannten sieben Kilo sind das Potential, das in den bayerischen Restabfällen noch enthalten ist. Davon zu unterscheiden ist die Menge, die man durch Recyclingverfahren zu nachgefragten Qualitäten aufbereiten kann. Dies sind bestenfalls drei Kilogramm pro Einwohner und Jahr; ein Putzeimer. Wenn man berücksichtigt, dass davon 50% thermisch verwertet werden, dann darf man schon die Frage stellen, warum wir diesen Aufwand treiben sollen – zumal wir eine exzellente thermische Verwertungsanlage haben.

Ist es denn besser, wenn Wertstoffe im Restmüll landen und verbrannt werden?

Moderne Heizkraftwerke sind auch Recyclinganlagen. Metalle werden fast vollständig aus der Schlacke zurückgewonnen. Ich kann also nicht erkennen, dass dort nennenswerte stoffliche Verwertungspotentiale nicht ausgereizt würden. Durch die thermische Verwertung der Kunststoffe liefern wir Energie aus der Region für die Region. Und das erscheint mir sinnvoller, als diese Stoffe über lange Strecken zu transportieren, um sie dann andernorts vielleicht doch wieder zu verbrennen.

Wie wichtig ist Kunststoff als Brennstoff – auch angesichts der Tatsache, dass ein großer Teil der Wärme der Müllverbrennungsanlage doch ohnehin ungenutzt verpufft?

Wir bemühen uns um einen Ausbau der Wärmenutzung. Wir können heute schon Teile der Stadt Olching und große Teile der Gemeinde Bergkirchen mit Wärme beliefern. Auch die Stromgewinnung kann übrigens noch technisch verbessert werden. Ich glaube, dass es langfristig im Rahmen der Energiewende sinnvoller ist, den dezentralen Energiestandort Geiselbullach mit diesem Brennstoff zu stärken, statt ein uneffektives und kostenträchtiges Holsystem für ein paar Kilo zusätzlich zu installieren.

Inwieweit halten Sie eine Trennung durch den Einzelnen für sinnvoll und was könnte maschinell erfolgen?

Recyclingprodukte haben es schwer, die immer höheren Qualitätsansprüche zu erfüllen. Die Ausschussquoten im Recyclingprozess nehmen also immer weiter zu. Im Bereich der Haushaltsabfälle können ohnehin maximal 25 Prozent der Kunststoffe einer stofflichen Wiederverwertung zugeführt werden. eine maschinelle Trennung ist technisch zwar möglich, würde sich aber zurzeit nicht rechnen. Das bedeutet, dass insbesondere für die Kunststoffe, die durch ihre unterschiedliche Zusammensetzung nur in einem engen Spektrum stofflich verwertbar sind, meistens die thermische Verwertung die beste Form der Nutzung ist.

Ihnen wird vorgeworfen, Sie dächten nur an die Auslastung der Müllverbrennungsanlage. Unterm Strich wollen die Bürger die Umwelt schonen und möglichst  geringe Abfallgebühren zahlen. Wie sieht denn ihr ganz persönlicher Königsweg aus?

Umweltschutz kostet Geld, das ist auch bei uns so. Ich bin weit davon entfernt, Aspekte wie Umweltschutz und Recycling der Auslastung der Müllverbrennungsanlage – sie liegt zurzeit bei 100%- unterzuordnen. Wenn aber die thermische Verwertung als sinnvoll angesehen wird, dann sollte man sie auch im Landkreis halten. Wir betreiben diese Art der Verwertung auf einem extrem hohen Niveau. Wenn eine Wertstofftonne installiert wird, dann wird auch ein Teil der bei uns verwerteten Restabfälle dem Zugriff des Landkreises entzogen. Die könnten dann wo anders und auch auf einem niedrigeren technischen Niveau entsorgt werden. Ich glaube jedoch, dass die Bürger  der beiden Trägerlandkreise  eine Entsorgung auf technisch hohem Niveau befürworten. Übrigens machen Kunststoffe lediglich vier bis fünf Prozent des Abfalls aus – das sind verschwindend geringe Mengen. Es ist also nicht so, dass ich gegen die Tonne bin, weil wir auf diesen kleinen Anteil angewiesen wären. Ein Verzicht auf die Kunststoffe würde uns nicht weiter schaden. Die Gefahr liegt eher darin, dass uns thermisch verwertbarer Restabfall entzogen wird.

Braucht man also die Wertstofftonne überhaupt nicht?

Bayern ist anders aufgestellt als andere Bundesländer und hat ein gut funktionierendes System von Wertstoffhöfen, zu dem sich auch die Landesregierung klar bekennt. Das nutzt auch den privaten Entsorgungsfirmen, die diese Wertstoffe verarbeiten. Wird in der Folge des vom Bund erlassenen neuen Kreislaufwirtschaftsgesetzes nun die Wertstofftonne eingeführt, dann wird auch weniger Material auf den Wertstoffhöfen landen. Stattdessen steigt durch das Holsystem der Aufwand für die Nachsortierung. Ich sehe also weder technisch noch aus Umweltschutzgründen eine Erfordernis für ein derartiges Holsystem in Bayern.

Es besteht ja keine Verpflichtung, die Wertstofftonne zu nutzen.

Man kann den Bürgern schon zutrauen, sinnvolle Entscheidungen zu treffen. Und zu erkennen, dass allein die getrennte Sammlung noch keinen Nutzen für die Umwelt bringt. Statt nur die Sammelquoten zu betrachten, sollte man auf die realen Recyclingquoten schauen. Dann wird sich zeigen, dass die Wertstofftonne keinen Fortschritt gegenüber den bewährten Systemen bringt. Mein Rat ist definitiv, sie nicht zu bestellen.

Ist auch das System des Grünen Punkts, das von den Konsumenten über Aufschläge auf den Kaufpreis finanziert wird, und die Umverpackungen einer Wiederverwertung zuführen soll, überhaupt noch sinnvoll?

Die Verpackungsverordnung wurde Ende der achtziger Jahre vom damaligen Umweltminister Klaus Töpfer erlassen, aus Angst, dass die Deponien angesichts des veränderten Konsumverhaltens nicht ausreichen könnten. Die Umstände haben sich aber geändert, Deponien wurden geschlossen. An ihre Stelle ist die thermische Verwertung auf höchstem Niveau getreten, mit der auch die gut brennbaren Kunststoffe in Energie umgewandelt werden können. Die getrennte Sammlung Glas, Papier, Holz, und Textilien hat sich dann auch ohne den grünenPunkt über viele Jahrzehnte bewährt.

Hier können Sie den Artikel downloaden.

 

 

 

Energie aus Bioabfall und Grüngut

 

 

 

Süddeutsche Zeitung Fürstenfeldbruck vom 25.10.2011 – Gerhard Eisenkolb

Die Landkreisverwaltung muss prüfen, welche Möglichkeiten es gibt, den Bioabfall der Haushalte und das Grüngut aus den Gärten zur Gewinnung von Energie zu nutzen. Das hat der Energie-, Umwelt-und Planungsausschuss des Kreistages am Montagnachmittag einstimmig beschlossen. Wenn die Ergebnisse des Klimaschutzkonzeptes vorliegen, das zurzeit ein externes Büro erarbeitet, soll geklärt werden, welchen Beitrag der Bioabfall auf dem Weg zur Energiewende für den Landkreis leisten kann.

Freie Wähler - Kreisrat Michael Schanderl hatte im September beantragt, den Inhalt der Biotonnen und das Grüngut energetisch zu verwerten. Derzeit werden jährlich rund 5000 Tonnen Bioabfall gesammelt und in einer Anlage außerhalb des Landkreises entsorgt. Dazu kommen nochmals 15 000 Tonnen Grüngut, die in einer Kompostieranlage im Landkreis ohne Nutzung des Energiepotenzials zu Komposterde verarbeitet werden.

Die FW fordern die nachhaltige Nutzung aller heimischen Ressourcen. Als Möglichkeit erwähnte Schanderl in seinem Antrag Bioabfall-Vergärungsanlagen, deren Technik als ausgereift gelte. Auch über mögliche Standorte haben sich die FW schon Gedanken gemacht. Hierfür böten sich die Müllverbrennungsanlage in Geiselbullach bei Olching oder die Grüngutkompostieranlage in Egg bei Mammendorf an. Als Betreiber kämen der Abfallwirtschaftsbetrieb, private Anbieter oder das GfA in Frage.

 

 

Grosser Agenda 21-Tag am 16. 10.2011 im KOM, Olching

Sie sind herzlich eingeladen.

 

 

 

Autor: Peter Wehrle für die Agenda 21 Olching

Den erneuerbaren Energien aus Wasser, Sonne und Wind gehört die Zukunft. Dieser Aussage stimmen immer mehr Menschen zu. Aber wann beginnt die Energiezukunft, und wie und von wem wird sie gestaltet?

Ein radikaler Kurswechsel steht uns bevor: Noch dominieren die fossilen Energieträger Öl, Kohle und Erdgas das Energiesystem. Doch ihr Ende ist absehbar: Sie verursachen politische und gesellschaftliche Konflikte, Preisrisiken und beeinflussen das Klima in verheerender Weise. Die Atomenergie ist keine Alternative, sie verlagert Risiken statt sie abzubauen. Die erneuerbaren Energien haben im Verbund mit einer drastischen Steigerung der Energieeffizienz das Potenzial, die vor uns liegenden Probleme zu lösen.

Die Energieversorgung der Zukunft in Olching entsteht jetzt.

Die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Olching können am Sonntag, den 16. Oktober erfahren, was jeder dazu wissen sollte und was jeder tun kann um mit Landkreis und Stadt zusammen die Energiewende 2030 zu schaffen.

Der erste Bürgermeister spricht darüber wie sich der Sektor Energie in Stadt und Landkreis entwickelt.

Fachleute und Aussteller verraten wie jeder sein ganz persönliches Energieverhalten gestalten kann. Ein ARD-Film zeigt, wie eeine Energieversorgung ohne Uran und weitgehend ohne fossile Energieträger gelingen kann. Er benennt die Technologien und Instrumente, die in Duetschland Energieeffizienz und erneuerbaren Energien zum Durchbruch verhelfen können. Die skizzierte sanfte Energierevolution ist der Schlüssel zu einem sozial- und naturverträglichen Energiesystem.

Eine Ausstellung informiert mit Modellen und druch praktische Beispiele zu Photovoltaikanlagen, Dämmstoffen, Wärmepumpen und anderen technischen Lösungen. Hier stehen den Besuchern die entsprechenden Fachleute und Experten für Fragen und Beratung zur Verfügung. Information und Beratung bieten die Verbraucherzentrale Bayern, Ziel 21 und Agenda 21-Büro des Landkreises, die Stadt Olching mit der Energieversorgung Olching GmbH und die GfA. Bildungseinrichtungen wie Volkshochschule und Volksschulen weisen Wege zur Bildung in Nachhaltigkeit.

Besuchen Sie uns beim Agenda 21-Tag am 16. Oktober von 11-18 Uhr in Olching, Kulturwerkstatt am Olchinger Mühlbach (KOM) in der Hauptstrasse 68. Der Eintritt ist frei.

Weitere Infos zum großen Agenda 21-Tag im KOM finden Sie hier.

 

 

 

Der Olchinger Ferienausschuss lehnt Gewächshäuser für Tomaten ab. Die Befürworter geben das Vorhaben noch nicht verloren.

Ein Nein mit Hintertür

 

 

 

von Gerhard Eisenkolb – Süddeutsche Zeitung vom 19.08.2011

Der Ferienausschuss des Olchinger Stadtrates hat am Donnerstagabend einstimmig eine Bauvoranfrage für eine bis zu 20 Hektor große Gewächs-hausanlage für Tomaten neben den Müllverbrennungsöfen der beiden Land-kreise Fürstenfeldbruck und Dachau abgelehnt. Da die Glashäuser mit der Abwärme des Gemeinsamen Kommunalunternehmens für Abfallwirtschaft (GfA) beheizt werden sollen und für den Gemüseanbau auch Kohlendioxid aus den Abgasen der Müllöfen in den Glashäusern eingesetzt werden könnte, hielten sich in der Debatte Befürworter und Gegner die Waage.

Während Bürgermeister Andreas Magg (SPD) die "Tomatenfabrik" weiter strikt ablehnt, sagte Ewald Zachmann (FWO), der Standort sei prädestiniert für einen solchen Betrieb. Das Areal werde nur mit einer Glasfläche überdacht und nicht bebaut, so Zachmann weiter. Zudem sei es sinnvoll, Gemüse an seinem sol-chen Standort auf die Weise anzubauen, wie es der Antragsteller Franz Pastari aus Schwabhausen plane. Für eine solche Anlage gebe es keinen geeigne-teren Standort in Olching. Zachmanns Fazit lautete: Das Bauvorhaben sei abzulehnen, gleichzeitig solle die Stadt aber ihre Bereitschaft zur Mitwirkung signalisieren, um einen Beitrag zur Lösung der Probleme mit dem Standort des GfA zu leisten. Dazu gehört für Olching vor allem die Frage der Zufahrt. Die Müll-Lastwagen fahren über städtische Straßen. Alle Versuche, eine Anbindung des GfA an die Stuttgarter Autobahn oder die B 471 zu schaffen, scheiterten laut Zachmann am Nachbarlandkreis Dachau.

Karl Schwojer (CSU) beharrte darauf, die Gewächshäuser aus baurechtlichen Gründen abzulehnen. Es gebe bereits zu viel Verkehr in der Stadt, genug Tomaten in Europa und die Olchinger hätten nichts von der Ansiedlung des Gartenbaubetriebs. Schwojers Gegenvorschlag lautete, anstelle von Glas-häusern einen weiteren Erholungssee anzulegen. Davon hätten die Olchinger mehr.

Mit Verweis auf die Energiewende bezeichnete es Karin Stürzer (CSU) dagegen als falsch, die Abwärme der Müllöfen weiter ungenutzt in die Luft zu blasen, nur weil man es nicht schaffe, die erforderliche Verkehrsanbindung für das GfA sicherzustellen. Sie sei grundsätzlich dafür, neben den Müllöfen und der Klär-anlage ein Gewerbegebiet zu schaffen. Die Glashäuser seien nicht hässlicher als das Gewerbegebiet Gada in Bergkirchen in unmittelbarer Nachbarschaft. Karin Stürzer stimmte nur gegen die Voranfrage, weil den Geiselbullachern kein zusätzlicher Verkehr zuzumuten sei. Die Zeit der beschaulichen, klein-bäuerlichen Landwirtschaft hielt Stürzer, deren Mann einen Gutshof bewirt-schaftet, für abgelaufen.

Laut Magg spielt für die baurechtliche Beurteilung des Vorhabens die Zahl von Fahrzeugen keine Rolle. Er wies darauf hin, dass sich der Interessent nicht mit dem Hinweis auf die Privilegierung von Gartenbaubetrieben über die Plan-ungshoheit der Stadt hinwegsetzen könne. Der Bürgermeister sprach von einem Industriebetrieb, der mit einer nachhaltigen Landwirtschaft nichts zu tun habe.

Peter Knoll (FW-GEO) bezweifelte, dass diese Argumentation in einem Rechtsstreit bestehen würde. Auch Zachmann wies darauf hin, dass laut gültigem Bebauungsplan neben dem GfA eine Erwerbsgärtnerei zulässig sei. Allerdings mit der Einschränkung, dass Glas- und Freiflächen des Betriebes in einem angemessenen Verhältnis stehen. Der Bebauungsplan war 1988 erlassen worden, um die Ansiedlung eines Industriebetriebs zu verhindern, der mit der Abwärme Salzschlacke aus der Aluminiumverarbeitung aufbereiten wollte.

Die Sicht der Verwaltung referierte Stephanie Kulosa, die Zachmanns Interpretation bestätigte. Der Bebauungsplan sei vor 23 Jahren aufgestellt worden, um die Ansiedlung von Gewerbe zu verhindern. Wegen des gewerblichen Charakters sei eine Anlage mit bis zu 20 Hektar unter Glas nicht mehr privilegiert, das habe das Amt für Landwirtschaft als für die Privilegierung zuständige Fachbehörde bestätigt. Ein weiterer Ablehnungsgrund sei die Zersiedelung der Landschaft im Graßlfinger Moos infolge der Größe. Eine Glasfläche von 20 Hektar bewertete Kulosa als tiefgreifenden Eingriff in die Landschaft. Ein solches Vorhaben sei nur in einem Gewerbe- oder Sondergebiet zulässig.

Hier können Sie den Artikel downloaden.

 

 

Energieversorger für die Zukunft

Freie Wähler regen an, die Anlage in Geiselbullach in ein Gaskraftwerk umzubauen und die Müllöfen zu schließen

 

 

 

Gerhard Eisenkolb – Süddeutsche Zeitung vom 22.08.2011

Die aktuelle Debatte um den Bau einer 20 Hektar großen Gewächs-hausanlage zur Nutzung der Abwärme der Müllverbrennungsanlage in Geiselbullach nehmen die Freien Wähler (FW) zum Anlass, ein Konzept für die Zukunft des Gemeinsamen Kommunalunternehmens (GfA) zu fordern. Mit einem Antrag wollen sie erreichen, dass Landrat und Kreistag Farbe bekennen und erklären, ob das Entsorgungsunternehmen in Geiselbullach zu einem Energieversorger ausgebaut werden soll. Die Freien Wähler wollen daher prüfen lassen, ob und wann die Müllver-brennung ganz eingestellt werden könnte.

 

Michael Schandler und Ewald Zachmann beziehen sich bei ihrem Vorstoß auf Aussagen von GfA-Geschäftsführer Thomas König, die Anlage lasse sich unter Nutzung alternativer Energieträger wie Erd- und Biogas zu einem Energielieferanten ausbauen, der einen erheblichen Beitrag zur Versorgung des Landkreises leisten könne. Solche Ressourcen müssten genutzt werden.

 

Dazu genüge es jedoch nicht, dass der Vorstand des GfA intern Modell entwickle. Es sei an der Zeit, diese Möglichkeiten politisch zu legitimieren. Dazu muss laut FW ein umfassender Unternehmenszweck beschlossen werden. Die neuen Ziele der Unternehmenspolitik zu bestimmen, sei Sache der Gesellschafter, also der beiden Landkreise Fürstenfeldbruck und Dachau.

 

Zur Vorbereitung einer solchen Entscheidung benötigt der Kreistag Fakten. Laut Antrag der FW soll das Gremium die Landkreisverwaltung damit beauftragen zu prüfen, ob und zu welchem Zeitpunkt die Verbrennung des Abfalls in Geiselbullach eingestellt und kostengünstiger in einer anderen Anlage erfolgen kann. Dies gilt als Voraussetzung für den Umbau in ein Versorgungsunternehmen. Es sei ebenfalls darzustellen, mit welchem Aufwand dann welcher Beitrag für eine nachhaltige Energiewende im Landkreis zu erreichen sei.

Zurzeit beschränkt sich der Zweck des Kommunalunternehmens GfA auf die Verwertung von Abfällen. Die Verstromung und Abgabe von Fernwärme sehen die FW lediglich als "Abfallprodukt" der Verbrennung an. Die Energieeffizienz liege zurzeit durch Verstromung, Fernwärme und Eigennutzung bei etwa 30 Prozent.

 

Es wird zudem daran erinnert, dass der Abfallwirtschaftsbetrieb des Landkreises in seinen Jahresberichten regelmäßig darauf hinweise, dass die Verbrennung des Hausmülls zu teuer sei und die Gebühren stark belaste. Andernorts könnte der Restmüll billiger entsorgt werden. Auch das wurde im Kreistag wiederholt angesprochen. In diesem Zusammenhang weisen die FW-Kreisräte darauf hin, dass die Schulden der GfA inzwischen bezahlt wurden und das Auslaufen der Abschreibungen abzusehen ist.

 

Laut Zachmann strebt GfA-Geschäftsführer König einen regionalen Energieverbund der Landkreise Dachau, Fürstenfeldbruck, der Stadtwerke in Fürstenfeldbruck und Dachau sowie der Komm-Energie und der Energieversorgung Olching an. Um dies zu erreichen, bedürfe es einer politischen Willenserklärung der genannten Kommunen und Unternehmen.

 

In eine solche Betrachtung soll nach dem Vorschlag der FW auch das Gewächshausprojekt einbezogen werden, in dem für den Anbau von Tomaten Abwärme und Kohlendioxid aus den Müllöfen benötigt wird. Ein solches Projekt könne man nicht einfach verdammen, man müsse es prüfen. Dazu müssten sich Vertreter des Landratsamts, des GfA und der Stadt Olching mit dem Projektor der Glashäuser an einen Tisch setzen.

Hier können Sie den Artikel downloaden.

 

 

 

Fernwärme subventionieren

 

 

 

Münchner Merkur vom 09.09.2011

Fernwärmeleitungen sollen staatlich gefördert werden. Das fordern der CSU-Stimmkreisabgeordnete Reinhold Bocklet und sein Dachauer Kollege Bernhard Seidenath.

Bocklet betont, dass bei der besseren Ausnutzung bereits bestehender nicht-fossiler und nicht-nuklearer Energiequellen bisher die 15 Müllverbrennungsanlagen Bayerns zu wenig im Blickfeld seien. Auch sie leisteten bereits jetzt einen Beitrag zur Stromversorgung. „Vor allem aber produzieren sie Wärme, die heute noch vielfach ungenutzte bleibt“ sagt Bocklet. Er verweist auf die Müllverbrennungsanlage Geisebullach, bei der 85 Prozent der Wärme in die Luft gepustet wird.

Angesichts der geplanten Energiewende dürften diese Ressourcen nicht ungenutzt bleiben. Allerdings scheitere Fernwärme oft an den hohen Investitionskosten für die Leitungen, so Bocklet. Er fordert daher Umweltminister Söder auf, eine staatliche Förderung anzustoßen. Außerdem bringt der Abgeordnete auch die Errichtung von neuen Gaskraftwerken an der Müllverbrennungsanlagen ins Gespräch. Die Standorte seien alle bereits akzeptiert, außerdem bestünden schon Stromleitungen.

Handlungsbedarf gebe es allerdings bei der Frage der Zuständigkeiten. Das Einfachste wäre es allerdings, so Bocklet, neben den Gemeinden auch den Landkreisen eine Kompetenz zur Energiegewinnung einzuräumen. Eine Förderung von Fernwärme, so Bocklet, könne mit Hilfe von Kreditprogrammen möglich sein.

 Hier können Sie den Artikel downloaden.

 

 

Gefährdung kommunaler Strukturen durch das Kreislaufwirtschaftsgesetz

Die Rohstofflüge

 

 

 

Die strategischen Ziele des Kreislaufwirtschaftsgesetzes Ressourcenschonung und Klimaschutz werden von den kommunalen Unternehmen in vollem Umfang mitgetragen, denn eine weitsichtige Wirtschaftspolitik sieht den zukünftigen Rohstoffbedarf und die zunehmenden Schwierigkeiten für eine dauerhafte Rohstoffversorgung.

Daher hat der Aufbau einer langfristigen und funktionsfähigen Struktur für die industrielle Güterproduktion oberste Priorität. Hier ist der Staat in seiner Lenkungsfunktion gefordert. Dabei kommt der Abfallwirtschaft, d. h. der Erfassung von Abfällen und Verwendung der in Abfällen enthaltenen Rohstoffe in nachgelagerten Materialkreisläufen, eine hohe Bedeutung zu.

Der Entwurf des Gesetzes trägt der wirtschaftspolitischen Notwendigkeit jedoch in keiner Weise Rechnung, er ist einseitig auf gewerbliche Sammlung fixiert. Damit setzt er die bisherigen Schwachstellen fort.

Das Bundesministerium für Umwelt trägt vor, dass der Referentenentwurf klar auf die gewachsenen kommunalen Entsorgungsstrukturen, das Prinzip der Daseinsvorsorge und die bestehenden Überlassungspflichten Rücksicht nimmt und in enger Abstimmung mit Kommunen erfolgt. Dies sind fadenscheinige Lippenbekenntnisse, der Gesetzentwurf ist eine deutliche Gefährdung von kommunalen Strukturen und gesteuert von privatwirtschaftlichen Interessen. Überlassungspflichten sind nur formal festgeschrieben, Umgehungstatbestände sind definiert, das Gesetz ist, weil interessengeleitet, eine deutliche Kursänderung zu Lasten kommunaler Zuständigkeiten, ihres Anlagevermögens und der Gebühren unserer Bürger. Überlassungspflichten werden unterlaufen, das Gesetz beschädigt die organisch gewachsenen kommunalen Strukturen.

Zentraler Begriff dieses Gesetzes ist die gewerbliche Sammlung, sie ist das Einfallstor in die originäre Aufgabe der Daseinsvorsorge. Haben kommunale Träger in den vergangenen Jahrzehnten im Vertrauen auf Gesetzgeber die Gebühren der Bürger in hochwertige Anlagen und Sammelsysteme investiert, werden diesen leichtfertig die wirtschaftliche Grundlage entzogen. Gewerbliche Sammlungen brauchen nicht genehmigt, sondern nur angezeigt zu werden. Ihre Zulassung ist niedriger als die Gründung eines Frisiersalons. Folgen sind Leerkapazitäten in Anlagen und Verschiebungen zulasten kommunaler Gebührenhaushalte.

Über Jahrzehnte aufgebaute und aufeinander abgestimmte Systeme werden willkürlich zerschlagen. Wir haben das deutlich vor einigen Jahren erfahren, als gewerbliche Sammler in die kommunale Altpapiersammlung eingebrochen sind. Erst ein Urteil des BVerwG und der weltweite konjunkturelle Einbruch haben diese Rosinenpickerei zu Lasten der Gebührenzahler beendet. Für die betroffenen Kommunen war damit seinerzeit ein Erlöseinbruch verbunden, vertragliche Verpflichtungen konnten nicht mehr eingehalten werden. All dies musste nach dem Verfall der Papiererlöse, als diese Sammlungen eingestellt wurden, kurzfristig wieder aufgebaut werden. Für eine dauerhafte Sicherung von Rohstoffquellen ist ein solches System fahrlässig, für die Aufgabe der Daseinsvorsorge gefährlich.

Denn an dieser Stelle muss jedem deutlich gemacht werden: dauerhafte Sammelsysteme, die unabhängig von Marktzyklus auf Dauer stabil funktionieren, gehören in die Zuständigkeit von Kommunen. Nur diese haben beim Bürger eine hohe Glaubwürdigkeit, nur diese können die Bürger motivieren, sich an den Systemen zu beteiligen.

In der Bundesrepublik gibt es im Übrigen seit mehr als 20 Jahren Erfahrungen mit der haushaltsnahen gewerblichen Sammlung. Diese sind entstanden aus der Verpackungsverordnung und werden betrieben von zwischenzeitig 9 Dualen Systemen. Die Verpackungsverordnung wird in Kürze zum 6. Mal novelliert weil das System nicht auf eignen Füssen stehen kann. Die Systeme arbeiten im Grenzbereich von Regeln. Sie werden von den Bürgern nicht verstanden.

Die Leistungsquoten der Systembetreiber kommen auf sehr ominösem Wege zustande, nach Recherchen der dt. Umwelthilfe ist ein Vollzug durch die zuständigen Bundesländer nicht möglich, die erreichten Quoten sind nicht kontrollierbar. Die Systeme sind wegen ihrer Komplexität außerhalb staatlicher Kontrolle, die Ohnmacht der politisch Verantwortlichen in Städten und Gemeinden zeigt welche Eigendynamik diese Systeme zwischenzeitig entwickelt haben. Ihre wirtschaftspolitische Positionierung liegt im kritischen Bereich des Kartellrechts.

Die Leistungen der Systembetreiber sind dauerhaft grenzwertig (Material, Tariflöhne, Logistik) und unzuverlässig, mit fallenden Marktpreisen in den Entsorgungswegen -bis 2005 war das die Deponie, seither ist es die Verbrennung -wird auf die Sortierung weitgehend verzichtet. Die meisten Materialanteile gehen den gleichen Entsorgungsweg wie der kommunale Haus- und Gewerbemüll. Das Überleben der Systeme erfolgt bisher durch Leistungskürzungen. Das System ist dauerhaft nicht in der Lage, die zugesagten Leistungen einzuhalten und die benötigten Finanzmittel zu erwirtschaften. Wegen zunehmender Finanzierungslücken sind die Systeme seit Jahren existenziell gefährdet. Statt sie auf ihre originären Aufgaben zu verpflichten und sicherzustellen, dass die seit mehr als 20 Jahren bereits übertragenen Aufgaben bewältigt werden, und dieses dann auch zu kontrollieren und zu sanktionieren, gehen die Pläne des BMU dahin, ihnen jetzt auch noch die Zuständigkeit für die geplante Wertstoff-Tonne zu übertragen.

Damit und der zusätzlichen Übertragung von stoffgleichen Mitverpackungen wird grenzwertiges Marktverhalten honoriert und verlässliche, dauerhaft funktionierende kommunale Strukturen gefährdet. Verpackungsverordnung ist heute bereits nicht mehr lebensfähig. Mit der Zuständigkeit der Wertstofftonne sollen Finanzierungsprobleme der Dualen Systeme kaschiert und die Kommunen verpflichtet werden, für falsche Systembetreibung zusätzlich zu zahlen. Neben Gebührenerhöhung durch Minderauslastung der bestehenden Anlagen, wird der Bürger durch die Verpackungsverordnung zum 3. Mal zur Kasse gebeten.

Dieses Gesetz ermöglicht es weiterhin, dass der Preis als maßgeblicher Leitparameter den Entsorgungsweg dominiert. Bereits in den vergangenen Jahren hat sich im Bereich der nicht andienungspflichtigen Abfälle (DSD und hausmüllähnliche Gewerbeabfälle) gezeigt, dass eine Sortierung von Wertstoffen kaum noch stattfindet. Zahlreiche Sortieranlagen haben ihren Betrieb eingestellt, weil das niedrige Preisniveau in Verbrennungsanlagen eine zusätzliche Sortierstufe nicht mehr zulässt.

Die fallende Preisentwicklung in der Verbrennung wird auf mittlere Sicht anhalten, die Sortierung von Abfällen wird mit Ausnahme von Metallen entfallen.

Der niedrigste Preis bestimmt den Entsorgungsweg, die in den Abfällen enthaltenen Rohstoffe werden bestenfalls energetisch verwertet bzw. ohne Kontrolle exportiert. Damit ausgeschaltet wird gleichzeitig das Primat der Abfallpolitik in Form der 5­stufigen Abfallhierarchie. Die umweltpolitischen Ziele sind der Politik und einem Vollzug aus den Händen genommen. Die systemische Betrachtung des Gesetzentwurfes macht deutlich, dass die Verfasser in keiner Weise die Nutzung von Abfällen als Rohstoff-Substitut in Betracht gezogen haben. Vielmehr machen die Verfasser an diesen Stellen deutlich, dass trotz fadenscheinigen Lippenbekenntnissen für die Beibehaltung von Überlassungspflichten es darum geht, funktionierende, gewachsene Bereiche der Daseinsvorsorge für die private Betätigung zu öffnen. Die Risiken zyklischer Marktentwicklungen verbleiben dennoch bei den kommunalen Gewährsträgern.

Die kommunalen Entsorgungsträger fordern nachdrücklich die Zuständigkeit für alle Abfälle und Wertstoffe aus privaten Haushaltungen einschließlich der sonstigen gemischten Siedlungsabfälle aus anderen Herkunftsbereichen. Soweit das Gesetz eine Rohstoffwirtschaft aus Abfällen ernsthaft verfolgt, kann das nur über kommunale Träger erfolgen, denn nur kommunale Träger haben Zugang zum Bürger, haben keine Eigeninteressen und betreiben diese unabhängig von Marktentwicklungen.

Autor: Dieter Gerlach, Stadtwerke Aschaffenburg, Werkstrasse 2, 63739 Aschaffenburg, Tel. 06021/391-390, Dieter.Gerlach@stwab.de

 

 

Saubere Energieerzeugung statt schmutzige Wertstofftonne

Der Gegenentwurf "Restmülltonne KlimaPLUS" statt neue Wertstofftonne mit Scheinrecycling

 

 

 

Die Bundesregierung befürwortet derzeit auf Drängen der privaten Entsorger die sogenannte Wertstofftonne in allen Privathaushalten der Bundesrepublik per Gesetz einzuführen.

Dies ist ein weiterer Versuch der Klientelpolitik, nämlich Teile des derzeit in den Restmülltonnen gesammelten Hausmülls unter dem Deckmantel vermeintlicher Wertstofferfassung den kommunalen Sammlungen zu entziehen und der privaten Entsorgungswirtschaft zu überlassen. Bezahlen müssen dies dann wieder die Bürger, über dadurch bedingte Müllgebührenerhöhungen für eine unsinnige und ökologisch und ökonomisch sehr fragwürdige Liberalisierung zugunsten privater Geschäftemacher.

Gerade im Bundesland Bayern, mit einem vorbildlichen Wertstofferfassungssystem, wäre dies ein fataler abfallwirtschaftlicher Rückschritt und würde letztendlich zu niedrigeren Recyclingquoten führen. Denn es ist davon auszugehen, dass aufgrund von Markterfordernissen ein Großteil der in der neuen Wertstofftonne gesammelten Materialien ins Ausland exportiert und dort in Industrieanlagen mit niedrigem Abgasreinigungsstandard verbrannt wird.

 

Zu den Fakten:

  • Bayern hat mit den eingeführten Abfalltrenn- und Sammelsystemen, angepasst an die Bevölkerungsdichte und optimaler Sammellogistik, bereits heute die höchste Erfassungs-und Recyclingquote an Wertstoffen im Bundesvergleich. In vielen Orten sind bereits bis zu drei Abfall-und Wertstoffgefäße je Haushalt aufgestellt, zusätzlicher Platz für weitere Gefäße ist oft nicht vorhanden.
  • in Bayern wird der Inhalt der Restmüllgefäße zu 100 % in vorbildlicher KraftWärmekopplung, hocheffizient und klimaschonend zur Energieerzeugung genutzt. Die Strom-und Wärmeerzeugung stellt damit bereits heute einen wesentlichen Baustein der Energieerzeugung ohne Einsatz von fossilen oder atomaren Energieträgern dar. Dies sollte man angesichts der aktuellen Energiedebatte als wichtigen Baustein einer klimaschonenden Energieerzeugung anerkennen. Die Wertstofftonne dagegen führt zu einer Reduzierung dieser Energieproduktion durch die Verlagerung energiereicher Fraktionen in die Wertstofftonne, ein Großteil der darin gesammelten Menge wird dann in Industrieanlagen mit niedrigerem Abgasreinigungsstandard und Wirkungsgrad -oftmals im Ausland -verbrannt werden.
  • die günstigen Abfallgebühren in Bayern sind auch durch diese optimale Energieerzeugung aus dem Abfall bedingt. Erlöse aus der Produktion an Strom und Fernwärme reduzieren den Verbrennungspreis und entlasten die Bürger. Wer mit der Wertstofftonne diese Rohstoffe in private Hände gibt, verteuert für den Bürger die Entsorgung seiner Abfälle, Gebührensteigerungen wären die Folge!
  • häufig wird für die Einführung der Wertstofftonne mit der zusätzlichen Gewinnung von Eisenmetallen und Nichteisenrohstoffen argumentiert. Ohne teuere und unnötige zusätzliche Sammlungen werden diese Stoffe, aber bereits heute aus der Schlacke der Abfallenergieerzeugungsanlagen wieder zurück gewonnen und am Markt verkauft. Außerdem hat Bayern eine flächendeckende und ortsnahe Sammlung auf Recyclinghöfen vorbildlich umgesetzt. Der Verkaufserlös der Wertstoffe hält die Abfallgebühren niedrig. Werden diese Metalle von Privaten gesammelt, wird den Bürgern die Einnahme zur Verminderung ihrer Abfallgebühren vorenthalten.
  • das einzige was auch in Bayern nicht zufriedenstellend funktioniert, ist die bereits privatisierte Verpackungsabfallentsorgung (gelbe Sack), die nun durch die Wertstofftonne noch erweitert werden soll: Strassen voller aufgerissener gelber Säcke, mehr als die Hälfte des Inhaltes im gelben Sack ist nur noch für die Verbrennung in Industrieanlagen brauchbar, ein teures Sammelsystem mit hohen privaten Gewinnen und gleichzeitigen Dumpinglöhnen der privaten Sammler, die Erfahrungen sprechen für sich selbst und eindeutig gegen die Erweiterung zur Wertstofftonne.

Unser Gegenentwurf: "Die Restmülltonne KlimaPLUS" und ihre Vorteile:

  • die nicht stofflich verwertbaren Anteile im gelben Sack sollten zurück in die Restmülltonne, diese heißt zukünftig zurecht "Restmülltonne KlimaPLUS", sie steht für hocheffiziente saubere Stromerzeugung in Kraftwärmekopplung, damit wird das Klima entlastet und die dezentrale Stromerzeugung frei von fossilen und atomaren Energieträgern wird deutlich erhöht. Dies erspart unnötige Transportwege, reduziert die CO2-Belastung und dient damit tatsächlich dem Klimaschutz.
  • die Wertstoffe bleiben dort wo sie hingehören: im Eigentum der Kommunen und dienen der Kostenentlastung der Bürger. Außerdem bleibt die Wertschöpfung vor Ort.
  • stofflich gut recycelbare Kunststoffe aus PE, PP und PET, wie PET-Flaschen, unabhängig davon, ob Verpackungen oder nicht, werden ebenso wie Glas weiterhin über wohnortnahe Bringsysteme gesammelt.
  • die Haushalte werden nicht noch mit weiteren Müllgefäßen belastet, zusätzliche und unnötige Sammel-und Transportwege entfallen, dies dient ebenso dem Klima und Umweltschutz.
  • die Fehlentwicklungen der Verpackungsverordnung können korrigiert werden, das Straßenbild wird wieder sauber

Unser Appell an die Verantwortlichen in den bayerischen Kommunen, den Landratsämtern, Ministerien und im Bayerischen Städte-, Landkreis und Gemeindetag: Unterstützen Sie den Gegenentwurf zu einem offensichtlichen Irrweg zur Einführung einer Wertsstofftonne, unterstützen Sie die "Restmülltonne KlimaPLUS" der Kommunen!

Autor:
Dieter Gerlach, Stadtwerke Aschaffenburg, Werkstraße 2, 63739 Aschaffenburg Seite 2 von 2 Tel.: 06021/391-390, Dieter.Gerlach@stwab.de

Hier können Sie den Artikel downloaden

 

 

Idee zur Energiewende: Müllofen in Biogasanlage umwandeln

Halbzeit des 1. Landtagsviezpräsidenten

 

 

 

Münchner Merkur Fürstenfleldbruck vom 13.04.2011

 

Landkreis – Die Energiewende wird den Landtag in der zweiten Hälfte der Legislaturperiode beschäftigen. Nach der Katastrophe in Japan müsse man den Einsatz der Kernenergie hinterfragen, sagte der 1. Landtagsvizepräsident Reinhold Bocklet (CSU) bei seiner Bilanz zur Halbzeit. Den Kreis Bruck betrifft das vielleicht ganz konkret: Die Müllverbrennungsanlage in Geiselbullach könnte laut Bocklet optimiert werden.

„Wenn wir die Energiewende hinkriegen wollen, kann es nur mit erneuerbaren Energien gehen“. Daher setzt der Landtagsvizepräsident auf die Anlage der Gesellschaft für Abfallwirtschaft (GfA). Hier verpuffe die Hälfte der erzeugten Wärme in der Luft. Daher müssten sich die Kreistage aus Bruck und Dachau auf ein Konzept einigen. Die Idee: „Man könnte einen der beiden Müllöfen in eine Biogasanlage umwandeln“.

Die rechtlichen Möglichkeiten müssten noch geprüft werden. Das im Gespräch befindliche Windrad an der Anlage hat für Bocklet nur symbolische Bedeutung. „Aber wenn kein Wind weht, könnte die Biogasanlage die Versorgung sicherstellen“. Für eine baldige Anbindung der GfA an die B 471 und A 8 will er sich in Brüssel einsetzen. Ein Teil der Strecke führt über ein Flora-Fauna-Habitat-Gebiet.

Offen sei die Zukunft des Fliegerhorstes. Der neue Verteidigungsminister lasse das Konzept der Bundeswehrreform erneut überprüfen.

Als Erfolg seiner Arbeit im Landtag sieht Bocklet die Ansiedlung des Grünen Zentrum in Puch und das Maisacher Konzept, das er durchgebracht habe. „Der Bebauungsplan soll im Herbst stehen“. Zudem habe er erreicht, dass die neue Bahnstromleitung nicht durch Germering führt.

Eine wichtige Entscheidung fällt der Landtag im Herbst, wenn es um die zweite S-Bahn-Stammstrecke und Verbesserungen des Bahnnetzes geht. Er habe gekämpft, dass der viergleisige Ausbau der Strecke Pasing-Eichenau ins Konzept aufgenommen wurde, so Bocklet. „Mir wäre es bis Buchenau lieber gewesen“. Doch laut Experten sei der Ausbau am Kloster und an der Amper zu schwierig.

Zufrieden blickt Bocklet auch auf die Arbeit der Bayern-CSU zurück. Trotz schwerem Start nach dem Verlust der absoluten Mehrheit habe man die Wirtschaftskrise gemeistert. Mit dem Programm „Aufbruch Bayern“ wird eine Milliarde Euro in die Bereiche Familie, Bildung und Innovation investiert. Man schaffe mehr Lehrerstellen und bau das Krippenangebot aus.

An die nächsten Wahlen denkt Bocklet noch nicht. „Derzeit sieht es aber nicht so aus, dass ich aufhöre“.

 

Hier ist der Link zum Pressetext

 

 

Wenig Begeisterung für den Energieatlas

Landkreis will Daten zur Verbesserung des Klimaschutzes erheben, doch die Gemeinden ziehen nicht mit

 

 

 

Dachau -Das Engagement des Landkreises in Sachen Klimaschutz beschäftigte gestern den Kreisausschuss des Kreistags. Ein von den Grünen gefordertes "Klimasparbuch" wurde dabei einstimmig abgelehnt. Stattdessen soll eine kostenlose Energiesparbroschüre aufgelegt werden. Kaum voran kommt dagegen der geplante Klimaatlas für den gesamten Landkreis. "Wir können ohne die Gemeinden nicht handeln", kritisierte Landrat Hansjörg Christmann (CSU) die fehlende Unterstützung der Kommunen.

 

Der Landkreis engagiert sich in diversen konkreten Projekten für den Klimaschutz. So wird beispielsweise der Neubau der staatlichen Realschule in Dachau als Passivhaus errichtet, sämtliche Kreisliegenschaften werden sei Januar diesen Jahres mit Ökostrom versorgt. Um seiner Vorbildfunktion gerecht zu werden, ist der Kreis 2008 auch dem Klimabündnis beigetreten, einer europaweiten Allianz von Städten und Gemeinden mit dem Ziel der Kohlendioxidreduktion. "Vernünftige Sachen", lobt Grünen-Kreisrat Roderich Zauscher.

 

Doch fehle ein Gesamtkonzept, eine Bilanz des Kohlendioxid-Ausstoßes wie auch konkrete Einspar-Ziele, bemängelt Zauscher. "Wir stochern im Nebel." Allerdings strebt der Landkreis an, sämtliche angemahnten Daten als Energieatlas zu erarbeiten. Doch die Mehrzahl der Gemeinden, die dabei maßgeblich mitwirken müssten, kann sich dafür wenig begeistern.
Weil gerade in Zeiten klammer öffentlicher Haushalte  "ergebnisorientierte Ansätze" mehr brächten als eine Bestandsaufnahme, verteidigte Wolfgang Offenbeck, CSU-Fraktionsvorsitzender im Kreistag, die zögerliche Haltung der Bürgermeister. Ein Energieatlas sei allenfalls ein "nice to have".

 

Aber Klimasparziele ließen sich nun einmal nur auf der Grundlage von Basisdaten belegen, konterte Heinz Eichinger, SPD-Kreisrat und Bürgermeister von Vierkirchen. Der Landkreis, das forderte seine Fraktionskollegin Marianne Klaffki, soll deshalb nicht nachlassen und das Projekt " Klimaatlas" engagiert weiter verfolgen. Einig waren sich die Kreisräte, ein Klimasparbuch für den Landkreis, wie es Grünen-Fraktionssprecherin Marese Hoffmann Ende vorigen Jahre gefordert hatte, nicht zu realisieren.

 

Konkret handelt es sich dabei um Bücher mit Tipps und Gutscheinen zum Energiesparen, die Bürger für 6,90 Euro erwerben können. Derartige Bücher, die der Münchner Verlag Oekonom herausgibt, werden bisher in einigen Großstädten angeboten. Doch für kleinere Gemeinden oder Landkreise ist das Konzept ungeeignet weil "relativ kostenaufwändig", wie die Klimaschutzbeauftragte des Landkreises, Brigitte Detering, erläuterte. Mit 10000 Stück müsste der Landkreis gemessen an der Einwohnerzahl eine viel zu hohe Auflage abnehmen. Zudem wäre ein Druckkostenzuschuss von 15 000 Euro fällig. Die Landkreisbürger sollen aber dennoch informiert werden: Eine kostenlose Energiesparbroschüre will Klimaschutzbeauftragte Detering herausgeben mit Informationen zu erneuerbaren Energien, zum Energiesparen und zu Förder- und Beratungsmöglichkeiten.
Petra Schafflik

Hier können Sie den SZ Artikel als PDF herunterladen

 

 

Heiße Sache

Fernwärme kostet mehr als andere Heizungsarten - doch sie gilt als ökologisch und zukunftsweisend

 

 

 

München/Fürstenfeldbruck - Die Zahlen wirken auf den ersten Blick wie handfeste Argumente gegen die Fernwärme: Mit keiner anderen Energieform ist das Heizen anscheinend so teuer. Das Beispiel München: 15 Euro und mehr pro Quadratmeter und Jahr weist ein Heizkostenvergleich der gemeinnützigen Firma C02-0nline für die Fernwärme bei größeren Mehrfamilienhäusern im Durchschnitt aus. Dem stehen knapp 13 Euro beim Heizen mit Erdgas gegenüber und gar weniger als zehn Euro beim Heizöl.

 

Gleichzeitig bemühen sich Energieversorger vielerorts, die Fernwärme weiter auszubauen. Die Stadtwerke München etwa investieren große Summen, und auch die Stadtwerke in Fürstenfeldbruck, wo es ebenfalls ein Fernwärmenetz gibt, wollen in Zukunft verstärkt auf die Technik setzen. Tun sie das etwa, um ihren Kunden möglichst viel Geld aus der Tasche zuziehen?

 

Die Antwort ist so uneindeutig wie umstritten. Immer wieder, treten Kritiker auf den Plan und weisen auf die hohen Preise hin, verbunden mit dem Vermerk, der Energieversorger, halte sich über die Fernwärme auch unliebsamen Wettbewerb vom Hals. Denn so viel ist klar: Hat sich ein Hausherr einmal für die Fernwärme entschieden, kann er nicht einfach den Anbieterwechseln, wie das etwa beim Gas geht –bei der Fernwärme kommt über unterirdische Leitungen heißes Wasser oder Dampf ins Haus, das stets vom selben Versorger stammt. Dazu ist der Hausherr abhängig. Schließlich hat er ja keine Heizungsanlage:

 

Dieser Nachteil ist aber auch einer der großen Vorteile der Fernwärme. Denn der Hausbesitzer muss eben gar nicht erst in eine Anlage investieren. Auch Kosten für Wartung und Erneuerung fallen nicht an. Ein kühler Rechner kann so schnell zu der Erkenntnis kommen, dass sich die Fernwärme lohnt. Nach, Anga­ben der Stadtwerke München setzten sie in den vergangenen zehn Jahren pro Jahr etwa 80 Megawatt mehr Fernwärme ab, was dem Bedarf von jährlich fast 14000 Wohnungen entspricht. Gerade viele Firmen entschieden sich für die Fernwärme. "Es gibt keinen eindrucks­volleren Beweis für die Wettbewerbsfähigkeit von Fernwärme", heißt es von dem kommunalen Versorger. Kritiker wenden allerdings ein, dass der einfache Mieter 'von den ersparten Investitionskos­ten nichts habe -er muss schlichtweg den Verbrauch teuer bezahlen.

Als ökologisch und zukunftsweisend gilt die Fernwärme trotzdem. Die Bun­desregierung fördert den Ausbau der Net­ze, wenn diese mit Wärme aus umwelt­freundlichen Anlagen mit Kraft-Wär­me-Kopplung gespeist werden: Kraftwer­ken also, bei denen die Abwärme aus der Stromerzeugung eben über die Fernwär­me zum Heizen verwendet wird. Das ist in München und Fürstenfeldbruck groß­teils der Fall, ebenso in Freising, wo die dortigen Stadtwerke gemeinsam mit Eon ein Fernwärmenetz betreiben.

Klimafreundlich: Fernwärme reduziert den C02-Ausstoß.

Ein weiteres Beispiel für den Ausbau in der Region gibt es in Bergkirchen im Landkreis Dachau, wo ein Gewerbege­biet mit dieser Energie versorgt werden soll. Was das alles der Umwelt bringen kann, haben die Stadtwerke München ex­emplarisch ausgerechnet: Um die Heizenergie aus Fernwärme in München zu er­setzen, wären 450 Millionen Liter Heizöl nötig -und bei deren Verbrennung wür­de mehr C02 freigesetzt, als der Straßenverkehr in der Landeshauptstadt erzeugt.

 

Michael Tibudd – SZ FFB vom 19.10.2010 

 

 

DIVA Dachau - wir sind mit dabei.

Und Sie?

 

 


 

Sie finden uns in Halle E.

Weitere Infos unter http://www.diva.jws.de/

 

 

 

 

Wir waren dabei – FFB-Schau Olching

Auf der zum ersten Mal auf dem Olchinger Volksfestplatz stattgefundenen FFB-Schau Olching mit zwölf Hallen, 250 Ausstellern und 33.840 Besuchern präsentierte sich die GfA vom 13.-17. Oktober 2010 unter dem Schwerpunkt Entsorgen – Versorgen mit ihren Dienstleistungen.

 

 


 

Zahlreiche Besucher informierten sich darüber wie Hausmüll und Gewerbemüll effizient und sicher entsorgt wird, wie die umliegende Region mit erneuerbaren Energien aus Fernwärme- und Prozessenergie versorgt wird oder wie man einen Beitrag zur Nutzung erneuerbarer einheimischer Energiequellen leisten kann.

„Die FFB-Schau war ein voller Erfolg“ – darüber waren sich Besucher, Veranstalter und Aussteller einig. Denn trotz des regnerischen Wochenendes strömten am Sonntag rund 12.000 Besucher auf den Volksfestplatz um sich zu informieren.

Wir danken unseren Besuchern und werden in 2 Jahren sicher wieder dabeisein.

 

 

Heiße Sache

Fernwärme kostet noch mehr als andere Heizarten - doch sie ist ökologisch und zukunftsweisend.

 

 


 

Artikel aus der Süddeutschen Zeitung vom 19.10.2010 herunterladen

 

 

Willkommen auf der FFB-Schau

 

 


 

Besuchen Sie uns auf der FFB-Schau und informieren Sie sich über unsere Energieversorgung

 

 

Bürgermeister für Fernwärme-Ausbau

 

 


 

Süddeutsche Zeitung - Ausgabe Dachau vom 15.09.2011

Markt Indersdorf – Der Ausbau der Fernwärme hat die Diskussion sämtlicher Bürgermeister des Landkreises mit Melanie Huml (CSU), Staatssekretärin am Umwelt- und Gesundheitsministerium beherrscht. Auf der Veranstaltung der CSU am Dienstagabend wünschten sich die Bürgermeister, dass auch die vorhanden Fernwärmenetze in den aktuellen bayerischen Energieatlas aufgenommen werden, den Staatssekretärin Huml im Gasthaus Doll in Ried bei Markt Indersdorf ausführlich vorstellte. Bekanntlich strebt die Kreispolitik einen Ausbau der Fernwärmenetze an. Auch deshalb hat der Dachauer Landtagsabgeordnete Bernhard Seidenath (CSU) in einem Brief an Umweltminister Markus Söder die staatliche Förderung von Fernwärmenetzen gefordert.

Den Artikel könenn Sie hier downloaden.

 

 

Explusion bei der GfA

 

 

 

Und mal sehen wie der Text jetzt aussieht

 

 

Führung durch das Heizkraftwerk

Süddeutsche Zeitung Ausgabe Dachau vom 27.04.2011

 

 

 

Dachau - Das Landratsamt Dachau beitet wieder eine kostenlose Führung durch das Abfallheizkraftwerk des Gemeinsamen Kommunalunternehmens für Abfallwirtschaft (GfA) in Geiselbullach an.

Sie findet am Mittwoch, den 18. Mai 2011 von 14 bis 16 Uhr statt.

Die Teilnehmer erfahren, wohin der Müll aus der Restmülltonne kommt, was mit dem Sperrmüll passiert, der auf Recyclinghöfen gesammelt wird,  wie aus Restmüll Strom gemacht wird udn wie die Rauchgase gereinigt werden, die bei der Müllverbrennung entstehen.

 

Zudem werden Fragen beantwortet. Interessenten können sich schon jetzt bei der Abfallberatung im Landratsamt Dachau unter der Telefonnummer 08131 - 74 14 69 für die Führung anmelden.

 

Süddeutsche Zeitung Ausgabe Dachau vom 27.04.2011

 

 

Mit dem Verlust ist nun Schluss

Fernwärme Bergkirchen

 

 

 

Dachau – Die Fernwärme Bergkirchen GmbH darf jubeln: Drei Jahre nach ihrer Gründung hat sie zum ersten Mal die Verlustzone verlassen. Darüber freuen sich auch die Umweltschützer: 1,1 Millionen Liter Heizöl spart sie derzeit ein. VON FLORIAN GÖTTLER, Münchener Merkur vom 30.12.2010

Geschäftsführer Johannes Brühl erwartet „für heuer wohl ein leicht positives Ergebnis“. Weitere Anschlüsse ans Fernwärmenetz könnten das Gemeinschaftsunternehmen der Gemeinde Bergkirchen, der Gesellschaft für Abfallwirtschaft (GfA) und der Stadtwerke Fürstenfeldbruck ab 2011 noch weiter in die schwarzen Zahlen führen.

In seinem Jahresbericht im Dachauer Kreistag nannte Brühl Zahlen, wie sie einem Umweltschützer wie Roderich Zauscher nur gefallen können. Der Grünen-Kreisrat und Kreisvorsitzende des Bund Naturschutz sparte konsequenterweise nach Brühls Bericht auch nicht mit Lob. „Die Richtung stimmt. Die Rekommunalisierung der Energieversorgung ist der richtige Weg“, sagte Zauscher. Der vernünftige Einstieg in eine vernünftige regionale Lösung sei gefunden.

Kommunal ist die Fernwärme Bergkirchen GmbH nicht nur deshalb, weil sie das nahe der Müllverbrennungsanlage in Geiselbullach gelegene neue Gewerbegebiet GADA mit Fernwärme versorgt. Sie ist es auch, was die Eigentumsverhältnisse betrifft: 51 Prozent der GmbH gehören der Gemeinde Bergkirchen, jeweils 24,5 Prozent den Stadtwerken FFB und der Gesellschaft für Abfallwirtschaft (GfA), die ihrerseits zu zwei Dritteln dem Landkreis Fürstenfeldbruck und zu einem Drittel dem Landkreis Dachau gehört.

Zweck des Unternehmens ist der Aufbau und Betrieb eines Fernwärme- und Fernkältenetzes zur Versorgung von Wohn- und Gewerbegebieten in der Gemeinde Bergkirchen- inklusive dem GADA-Gelände, also dem Gewerbe-Boom-Gebiet schlechthin im Landkreis Dachau. Der Aufbau des Netzes hat in den vergangenen Jahren freilich erst einmal mehr Geld gekostet, als er dem kommunalen Unternehmen eingebracht hat. Von 2007 bis einschließlich 2009 kam insgesamt ein Verlust von 242 000 Euro zusammen. Damit ist jetzt Schluss. Für 2010 kündigte Brühl im Kreistag schon mal ein „leicht positives Ergebnis“ an. Und künftige Anschlüsse von Gewerbeflächen lassen eine „Erhöhung der Anlagenauslastung im Jahr 2011 erwarten“, heißt es in Geschäftsleiter Brühls Bericht. Sein Ausblick für die kommenden Jahre: „Der ist eigentlich sehr positiv.“

Vom steigenden Fernwärmeabsatz profitiert auch das benachbarte kommunale Unternehmen, die GfA. Die kann ihre bei der Müllverbrennung ohnehin entstehende Wärme veräußern und ist freilich froh um jeden Abnehmer, nachdem die Stadt Dachau einen Anschluss ans Fernwärmenetz der GfA heuer abgelehnt hat.

Die GfA selbst kann unterdessen ebenfalls mit einer positiven Meldung zum Jahresende aufwarten. Ab dem 1. Januar übernimmt sie die Stromversorgung für die öffentlichen Gebäude und die Straßenbeleuchtung in Olching. Außerdem werde sich die GfA für die Fernwärmeversorgung von Olching bewerben, kündigte GfA-Geschäftsführer Dr. Thomas König im Kreistag an. Gelänge dies, würde die Fernwärme der GfA bald noch mehr fossile Brennstoffe ersetzen als jetzt schon. Momentan spart sie 1,1 Millionen Liter Heizöl ein.

 

 

Radeln durch heimatliche Gefilde

 

 

 

Für den Betriebsausflug 2010 hat sich ein Teil des GfA-Teams auf die Räder geschwungen und ist vom Kloster Fürstenfeldbruck durch den Schöngeisinger Forst entlang der Amper und über die Ammerseegletscher-Moränen in das herrliche Herrsching am Ammersee geradelt.

 

Heiß war es, doch der flotte Fahrtwind hat so manche Steigung vergessen lassen und letztendlich hat die Einkehr in einem herrlichen Biergarten am See alle Kräfte zurückgebracht.

 

Über eines waren sich alle einig: ein gelungener Ausflug mit einem anderen Blickwinkel für unsere Heimat.

 

Wir freuen uns schon auf die Tour für nächste Jahr.

 

 

 

 

Gemeinsames Kommunalunternehmen für Abfallwirtschaft Anstalt des öffentlichen Rechts der Landkreise Fürstenfeldbruck und Dachau