Die GfA hat einen entscheidenden Meilenstein bei der Realisierung ihres Geothermieprojekts am Kraftwerksstandort Geiselbullach erreicht. Am 15. August 2026 wurden die Leistungstests der zweiten Tiefenbohrung erfolgreich abgeschlossen. Dabei wurde eine Förderrate von 90 Litern pro Sekunde bei einer Thermalwassertemperatur von 79 bis 80 °C erreicht. Auf Grundlage dieser Leistungsdaten können künftig rund 10 MW Wärmeleistung aus Geothermie für die Fernwärmeversorgung bereitgestellt werden. Damit kann ein Teil der bislang aus dem Abfallheizkraftwerk (AHKW) bereitgestellten Wärme ersetzt werden. Gleichzeitig entstehen zusätzliche Kapazitäten für den weiteren Ausbau der regionalen Fernwärmeversorgung. Als zusätzliche Wärmequelle erhöht die Geothermie zudem die Flexibilität und Versorgungssicherheit des Gesamtsystems.
Die Ergebnisse der beiden Tiefenbohrungen bestätigen die wesentlichen technischen Annahmen des Projekts. Der erfolgreiche Abschluss der Bohrphase ist zugleich das Ergebnis der engen Zusammenarbeit des ausführenden Bohrunternehmens, der beteiligten Ingenieur- und Beratungsbüros sowie der Projektteams der Amperland Thermalwärme GmbH und der GfA.
Ein wesentlicher Vorteil liegt in der Integration der Geothermie in den bestehenden Kraftwerksstandort Geiselbullach. Durch die Nutzung vorhandener Infrastruktur und die Kombination mit den bestehenden Wärmeerzeugungsanlagen können Synergien genutzt und die geothermisch erzeugte Wärme wirtschaftlich in das bestehende Versorgungssystem integriert werden.
Nach Abschluss der Bohrarbeiten wurde die Bohranlage inzwischen demontiert. Die Arbeiten zum Einbau der Förderpumpen und zur Errichtung der Fernwärmestation haben bereits begonnen. Nach aktuellem Projektstand soll die kommerzielle Wärmelieferung spätestens zur Heizperiode 2027 aufgenommen werden.
Damit erreicht das Projekt weniger als fünf Jahre nach den ersten konkreten Überlegungen die nächste entscheidende Phase. Für die GfA, die Amperland Thermalwärme GmbH und die Trägerlandkreise ist der erfolgreiche Abschluss der Bohrungen ein wichtiger Schritt für den weiteren Ausbau der regionalen Fernwärmeversorgung.